Verfassungsmäßigkeit eines Gesetzes
Wie prüfst Du die Verfassungsmäßigkeit eines Parlamentsgesetzes des Bundes?
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I.
Formelle Verfassungsmäßigkeit (Art. 70-82 GG)
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1.
Gesetzgebungskompetenz (Art. 70-74 GG)
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a)
Grundsatz der Länderzuständigkeit (Art. 30 GG; Art. 70 Abs. 1 Hs. 1 GG)
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b)
Ausnahme der Gesetzgebungskompetenz der Länder (Art. 70 Abs. 1 Hs. 2 GG)Von der Gesetzgebungskompetenz der Länder sind zwei Ausnahmen zu unterscheiden:
(1) geschriebene Gesetzgebungskompetenzen (insbesondere Art. 71-74 GG),
(2) ungeschriebene Gesetzgebungskompetenzen.
Zu (1): Geschriebene Kompetenzen sind die ausschließliche (Art. 71 GG) und die konkurrierende (Art. 72 Abs. 1-4 GG) Gesetzgebungskompetenz (vgl. Art. 70 Abs. 2 GG).
Zu (2): Anerkannt sind als ungeschriebene Kompetenzen (1) die Annexkompetenz, (2) die Kompetenz kraft Sachzusammenhang und (3) die Kompetenz kraft Natur der Sache. -
2.
Gesetzgebungsverfahren (Art. 76-82 GG)
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a)
Einleitungsverfahren (Art. 76 GG)Zu erörtern sind hier die Gesetzesinitiativen aus Bundesregierung, Mitte des Bundestages und Bundesrat (Art. 76 Abs. 1 Var. 1-3 GG) sowie gegebenenfalls ein Vorverfahren (Art. 76 Abs. 2-3 GG).
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b)
Hauptverfahren (Art. 77-78 GG)Zwei Punkte sind anzusprechen: (1) der Beschluss des Bundestages (Art. 77 Abs. 1 S. 1 GG) und (2) die Beteiligung des Bundesrates (Art. 77 Abs. 2-4 GG).
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c)
Abschlussverfahren (Art. 82 Abs. 1 S. 1 GG; Art. 58 S. 1 GG)Im Abschlussverfahren sind (1) die Gegenzeichnung durch den Bundeskanzler oder den fachlich zuständigen Minister (Art. 82 Abs. 1 S. 1 GG; Art. 58 S. 1 GG), (2) die Ausfertigung durch den Bundespräsidenten (Art. 82 Abs. 1 S. 1 GG) sowie (3) die Verkündung durch den Bundespräsidenten (Art. 82 Abs. 1 S. 1 GG) zu vollziehen.
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3.
ggf. verfassungsrechtliche FormvorschriftenDa dieser Prüfungspunkt im Wesentlichen mit dem Abschlussverfahren übereinstimmt, kann er auch ausgelassen werden.
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II.
Materielle Verfassungsmäßigkeit