Gesetz zur Ausführung
des Asylbewerberleistungsgesetzes
(AG AsylbLG)
Vom 29. November 1994 (Fn 1)
§ 1 (Fn
4)
Zuständigkeit
(1) Zuständig für die Durchführung des Asylbewerberleistungsgesetzes in der
Fassung der Bekanntmachung vom 5. August 1997 (BGBl. I S. 2022) in der jeweils
geltenden Fassung sind vorbehaltlich der Sätze 2 und 3 und des Absatzes 2 die
Gemeinden. Für die in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes untergebrachten
Leistungsberechtigten nach § 1 des Asylbewerberleistungsgesetzes ist die
Bezirksregierung zuständig, in deren Bezirk die Aufnahmeeinrichtung liegt. Bei
in Abschiebungshaftvollzugseinrichtungen des Landes untergebrachten Personen
ist die Bezirksregierung zuständig, zu der die Einrichtung organisatorisch
gehört oder in deren Bezirk die Einrichtung liegt; diese setzt während der
Abschiebungshaft auch den individuellen Bargeldbedarf nach § 3a Absatz 3 des
Asylbewerberleistungsgesetzes fest. Die Verfolgung und Ahndung von
Ordnungswidrigkeiten nach § 13 des Asylbewerberleistungsgesetzes wird den
Stellen nach den Sätzen 1 bis 3 übertragen.
(2) Die Landschaftsverbände nehmen in den Fällen des § 2 AsylbLG die
Aufgaben wahr, für die sie bei unmittelbarer Anwendung des Zwölften Buchs
Sozialgesetzbuch zuständig sind. Sie können durch Satzung bestimmen, daß Gemeinden Aufgaben, die nach Satz 1 den
Landschaftsverbänden obliegen, ganz oder teilweise durchführen und dabei im
eigenen Namen entscheiden. Für die Durchführung dieser Aufgaben können die
Landschaftsverbände Weisungen erteilen.
§ 2
Kostenträger
Die gemäß § 1 Abs. 1 und 2 Satz 1 zuständigen Stellen tragen die Kosten für
die Durchführung des Asylbewerberleistungsgesetzes. Dies gilt auch für eine
Heranziehung gemäß § 1 Abs. 2 Satz 2 mit Ausnahme der persönlichen und
sächlichen Verwaltungskosten.
§ 3 (Fn
2)
Landeserstattung
Das Land beteiligt sich an den mit der Durchführung des
Asylbewerberleistungsgesetzes verbundenen Aufwendungen nach Maßgabe des
Flüchtlingsaufnahmegesetzes vom 28. Februar 2003 (GV. NRW. S. 93) in der
jeweils geltenden Fassung.
§ 4 (Fn
3)
Inkrafttreten
Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 1995 in Kraft.
Die Landesregierung
Nordrhein-Westfalen
Fn 1
GV. NW. S. 1087; geändert durch Artikel 104 des Dritten
Befristungsgesetzes vom 5.4.2005 (GV. NRW. S. 306), in Kraft getreten am 28.
April 2005; Artikel 20 des Gesetzes vom 8. Dezember 2009 (GV. NRW. S. 765),
in Kraft getreten am 16. Dezember 2009; Artikel 13 des Gesetzes vom 2.
Oktober 2014 (GV. NRW. S. 622), in Kraft getreten am 16. Oktober 2014;
Artikel 3 des Gesetzes vom 17. Dezember 2015 (GV. NRW. S. 901), in Kraft
getreten am 1. Januar 2016; Artikel 2 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV.
NRW. S. 363), in Kraft getreten am 24. Juli 2019; Gesetz vom 19. Dezember
2019 (GV. NRW. S. 1004), in Kraft getreten am 31. Dezember 2019.
Fn 2
§ 3 geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 12. Juli 2019 (GV. NRW. S.
363), in Kraft getreten am 24. Juli 2019.
Fn 3
§ 4 angefügt durch Artikel 104 des Dritten Befristungsgesetzes vom 5.4.2005
(GV. NRW. S. 306); in Kraft getreten am 28. April 2005; zuletzt geändert
durch Artikel 13 des Gesetzes vom 2. Oktober 2014 (GV. NRW. S. 622), in Kraft
getreten am 16. Oktober 2014.
Fn 4
§ 1: Absatz 2 geändert durch Artikel 13 des Gesetzes vom 2. Oktober 2014
(GV. NRW. S. 622), in Kraft getreten am 16. Oktober 2014;
Absatz 1 neu gefasst durch Artikel 3 des Gesetzes vom 17. Dezember 2015 (GV.
NRW. S. 901), in Kraft getreten am 1. Januar 2016; zuletzt geändert durch Gesetz
vom 19. Dezember 2019 (GV. NRW. S. 1004), in Kraft getreten am 31. Dezember
2019.