Verordnung über die Jagdzeiten (Landesjagdzeitenverordnung - LJZeitVO)1
- Ausfertigungsdatum:
- 30.07.2019
Eingangsformel
Jagdzeiten
(1) Die Jagd darf ausgeübt werden auf:
1.
Rotwild
vom 1. August bis 31. Januar
Schmaltiere und Schmalspießer
vom 1. Mai bis 31. Mai
2.
Dam- und Sikawild
vom 1. August bis 31. Januar
Schmaltiere und Schmalspießer
vom 1. Mai bis 31. Mai
3.
Rehwild
Kitze und Ricken
vom 1. September bis 31. Januar
Schmalrehe
vom 1. Mai bis 31. Mai und
vom 1. September bis 31. Januar
Böcke
vom 1. Mai bis 31. Januar
4.
Muffelwild
vom 1. August bis 31. Januar
5.
Schwarzwild
vom 1. August bis 31. Januar
Frischlinge
(noch nicht einjährige Stücke)
ganzjährig
6.
Feldhasen
vom 16. Oktober bis 31. Dezember
7.
Wildkaninchen
vom 16. Oktober bis 28. Februar
Jungkaninchen
ganzjährig
8.
Steinmarder
vom 16. Oktober bis 28. Februar
9.
Iltisse
vom 16. Oktober bis 28. Februar
10.
Hermeline
vom 1. September bis 28. Februar
11.
Dachse
vom 1. September bis 31. Dezember
Jungdachse
ganzjährig
12.
Füchse
vom 16. Juli bis 28. Februar
Jungfüchse
ganzjährig
13.
Minke
vom 16. Oktober bis 28. Februar
14.
Waschbären
vom 1. August bis 28. Februar
Jungwaschbären
ganzjährig
15.
Marderhunde
vom 1. September bis 28. Februar
Jungmarderhunde
ganzjährig
16.
Rebhühner
mit Ausnahme der Beschränkung nach § 2 Nummer 1
vom 1. September bis 15. Dezember
17.
Fasanen
vom 16. Oktober bis 15. Januar
18.
Wildtruthähne
vom 16. März bis 30. April
19.
Ringeltauben
vom 1. November bis 20. Februar
20.
Höckerschwäne
vom 1. November bis 20. Februar
21.
Grau-, Kanada- und Nilgänse
mit Ausnahme der Beschränkung nach § 2 Nummer 2
Juvenile Nilgänse
mit Ausnahme der Beschränkung nach § 2 Nummer 2
vom 16. Juli bis 31. Januar
ganzjährig
22.
Stockenten
vom 16. September bis 15. Januar
23.
Waldschnepfen
vom 16. Oktober bis 15. Januar
24.
Rabenkrähen
vom 1. August bis 10. März
25.
Elstern
vom 1. August bis 28. Februar.
(2) Soweit die Schonzeit für Wildkaninchen, Ringeltauben und Rabenkrähen zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden von der unteren Jagdbehörde aufgehoben worden ist (§ 24 Absatz 2 des Landesjagdgesetzes Nordrhein-Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. Dezember 1994 (GV. NRW. 1995 S. 2, ber. 1997 S. 56)), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 26. Februar 2019 (GV. NRW. S. 153) geändert worden ist, ist die Jagd auch in den Setz- und Brutzeiten zulässig (§ 22 Absatz 4 Satz 2 des Bundesjagdgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. September 1976 (BGBl. I S. 2849), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 14. November 2018 (BGBl. I S. 1850) geändert worden ist.
(3) Unbeschadet des Absatzes 1 Nummer 5 darf die Jagd auf Schwarzwild bis zum 31. Januar 2023 vorbehaltlich der Bestimmungen des § 22 Absatz 4 des Bundesjagdgesetzes das ganze Jahr ausgeübt werden.
Schonzeiten
Unbeschadet der Zuständigkeit der unteren Jagdbehörde, die Schonzeit für bestimmte Gebiete oder einzelne Jagdbezirke nach § 24 Absatz 2 des Landesjagdgesetzes Nordrhein-Westfalen aufzuheben, sind folgende Tierarten von der Jagd zu verschonen:
1. Rebhühner bis zum 31. Dezember 2023,
2. Grau-, Kanada- und Nilgänse vom 15. Oktober bis 31. Januar innerhalb der Grenzlinien folgender Gebiete:
a) Unterer Niederrhein
Schnittpunkt Bahnlinie (außer Betrieb) / Staatsgrenze Bundesrepublik Deutschland / Königreich der Niederlande bei Kranenburg, Staatsgrenze bis B 8, B 8 bis B 220, B 220 bis Staatsgrenze, Staatsgrenze bis Gemeindegrenze Stadt Rees / Stadt Isselburg, Gemeindegrenze bis B 67, B 67 bis L 459, L 459 bis L 468, L 468 bis B 8, B 8 bis L 396, L 396 bis B 8, B 8 bis L 287, L 287 bis A 42, A 42 bis Bahnlinie, Bahnlinie bis Xanten, Bahnlinie (außer Betrieb) über Kleve, Kranenburg bis Staatsgrenze;
b) Weseraue
Schnittpunkt B 61 / Landesgrenze Nordrhein-Westfalen / Niedersachsen, Landesgrenze bis Bahnlinie, Bahnlinie bis K 39, K 39 bis B 482, B 482 bis Wehr bei Lahde, Wehr, linkes Weserufer bis L 770, L770 bis B 61, B 61 bis Landesgrenze.
Inkrafttreten, Außerkrafttreten
(1) Diese Verordnung tritt am Tag nach Inkrafttreten des Zweiten Gesetzes zur Änderung des Landesjagdgesetzes und zur Änderung anderer Vorschriften in Kraft.
(2) Mit Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Verordnung über die Jagdzeiten und die Jagdabgabe vom 31. März 2010 (GV. NRW. S. 237), die durch Artikel 3 des Gesetzes vom 1. April 2014 (GV. NRW. S. 254) geändert worden ist, außer Kraft.
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1 Mit dieser Verordnung wird durch § 1 von § 22 Absatz 1 des Bundesjagdgesetzes abgewichen.
Der Minister
für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft,
Natur- und Verbraucherschutz
des Landes Nordrhein-Westfalen
Fußnoten
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Nicht-amtliche Wiedergabe. Maßgeblich ist der amtliche Text. Quelle: recht.nrw.de.