LR Nordrhein-Westfalen :
45
Verordnung
zur Bestimmung der für die Verfolgung
und Ahndung von Verkehrsordnungswidrigkeiten
zuständigen Verwaltungsbehörden
Vom 25. September 1979 (Fn 1)
Auf Grund des § 26 Abs. 1 Satz 1 des Straßenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember
1952 (BGBl. I S. 837), zuletzt geändert durch Gesetz vom 3. August 1978 (BGBl.
I S. 1177), und des § 36 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten
in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. Januar 1975 (BGBl. I S. 80), zuletzt
geändert durch Gesetz vom 5. Oktober 1978 (BGBl. I S. 1645), wird verordnet:
§ 1 (Fn 2)
(1) Die Zuständigkeit für die Verfolgung und Ahndung von
Ordnungswidrigkeiten nach den §§ 24, 24a und 24c des Straßenverkehrsgesetzes
wird den Kreisordnungsbehörden übertragen.
(2) Daneben wird die Zuständigkeit für die Verfolgung dieser
Ordnungswidrigkeiten auch den Polizeibehörden übertragen, solange sie die Sache
nicht an die Kreisordnungsbehörden oder an die Staatsanwaltschaft abgegeben
haben.
(3) Die Zuständigkeit für die Verfolgung und Ahndung von
Ordnungswidrigkeiten im ruhenden Straßenverkehr nach § 24 des
Straßenverkehrsgesetzes wird abweichend von Absatz 1 den örtlichen
Ordnungsbehörden übertragen. Das gilt nicht für Ordnungswidrigkeiten im ruhenden
Straßenverkehr, die durch die Polizeibehörden verfolgt werden.
(4) Die Zuständigkeit für die Verfolgung und Ahndung von
Ordnungswidrigkeiten bei der Überwachung der Einhaltung der zulässigen
Höchstgeschwindigkeit und der Befolgung von Lichtzeichenanlagen im
Straßenverkehr nach § 24 des Straßenverkehrsgesetzes wird neben den in Absatz 1
genannten Behörden auch den Ordnungsbehörden der Großen kreisangehörigen Städte
im Sinne von § 4 Gemeindeordnung übertragen, soweit sie die Ordnungswidrigkeit
selbst festgestellt haben.
(5) Absatz 1 gilt nicht für Ordnungswidrigkeiten nach § 69 a Abs. 1 Nr. 8
der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung in Verbindung mit § 24 des
Straßenverkehrsgesetzes.
§ 2 (Fn 3)
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1980 in Kraft. Das Innenministerium
berichtet der Landesregierung bis zum 31. Dezember 2014 und danach alle fünf
Jahre über die Notwendigkeit des Fortbestehens dieser Verordnung.
Die Landesregierung
des Landes Nordrhein-Westfalen
Der Ministerpräsident
Der Innenminister
Hinweis
Wiederherstellung des
Verordnungsranges
(Artikel 270 des Zweiten Befristungsgesetzes vom 5.4.2005 (GV. NRW. S.
274))
Die in diesem Gesetz erlassenen oder geänderten Rechtsverordnungen können
aufgrund der jeweils einschlägigen Verordnungsermächtigungen durch
Rechtsverordnung geändert werden.
Fn 1
GV. NW. 1979 S. 652, geändert durch VO v. 7. 11. 1983
(GV. NW. S. 548), 28. 3. 1995 (GV. NW. S. 293); geändert durch Artikel 158
des Zweiten Befristungsgesetzes vom 5.4.2005 (GV. NRW. S. 274), in Kraft
getreten am 28. April 2005; VO v. 12. Februar 2008 (GV. NRW. S. 160), in
Kraft getreten am 13. März 2008; Artikel 8 der VO vom 3. November 2009 (GV.
NRW. S. 561), in Kraft getreten am 21. November 2009.
Fn 2
§ 1 Abs. 4 eingefügt durch VO v. 28. 3. 1995 (GV. NW. S. 293), in Kraft
getreten am 1. April 1995; § 1 Abs. 1 neu gefasst durch VO v. 12. Februar 2008
(GV. NRW. S. 160), in Kraft getreten am 13. März 2008.
Fn 3
§ 2 Satz 2 neu angefügt durch Artikel 158 des Zweiten Befristungsgesetzes
vom 5.4.2005 (GV. NRW. S. 274); in Kraft getreten am 28. April 2005; geändert
durch Artikel 8 der VO vom 3. November 2009 (GV. NRW. S. 561), in Kraft
getreten am 21. November 2009.