Nordrhein-Westfalen

Gesetz zur Bereinigung des als Landesrecht fortgeltenden ehemaligen Reichsrechts

Ausfertigungsdatum:
16.12.2009
5 Vorschriften · Amtliche Fassung →
§ 1

(1) Reichsrechtliche Vorschriften, die nach Artikel 123 Abs. 1 und Artikel 125 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland als Landesrecht fortgelten und nicht in die Anlage I (Fn 2) zu diesem Gesetz aufgenommen sind, treten außer Kraft. Das gleiche gilt für nicht aufgenommene Teile solcher Rechtsvorschriften.

(2) Durch die Aufnahme in die Anlage I wird eine ungültige Vorschrift nicht gültig.

(3) Die Anlage I wird als Sonderband des Gesetz- und Verordnungsblattes des Landes Nordrhein-Westfalen herausgegeben.

§ 2

 

§ 3

Nicht aufgenommenen Rechtsvorschriften bleiben auch für die Zukunft auf

Rechtsverhältnisse und Tatbestände anwendbar, die während der Geltung der Vorschriften ganz oder zum Teil bestanden haben oder entstanden sind.

§ 4

Von der Aufhebung (§ 1 Abs. 1) ausgenommen sind

1. Staatsverträge und Abkommen einschließlich der zu ihrer Inkraftsetzung ergangenen Vorschriften,

2. Satzungen öffentlich-rechtlicher Körperschaften, Anstalten und Stiftungen.

§ 5

(aufgehoben)

 

§ 6

Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 1970 in Kraft. Es tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2014 außer Kraft (Fn 5).

Die Landesregierung

des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Fußnoten

Fn 1 GV. NW. S. 18; geändert durch Artikel 6 des Zweiten Befristungsgesetzes vom 5.4.2005 (GV. NRW.S. 274), in Kraft getreten am 28. April 2005; Artikel 4 des Gesetzes vom 8. Dezember 2009 (GV. NRW. S. 765), in Kraft getreten am 16. Dezember 2009. Fn 2 Anlage I hier nicht abgedruckt, da im Sonderband „Sammlung des in Nordrhein-Westfalen fortgeltenden ehemaligen Reichsrechts - RGS. NW.“ von 1970 veröffentlicht; geändert durch Artikel 4 Nummer 1 des Gesetzes vom 8. Dezember 2009 (GV. NRW. S. 765), in Kraft getreten am 16. Dezember 2009. Fn 3 § 2 gegenstandslos; Änderungsvorschriften. Fn 4 § 6 neu gefasst durch Artikel 6 des Zweiten Befristungsgesetzes vom 5.4.2005 (GV. NRW. S. 274); in Kraft getreten am 28. April 2005; geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 8. Dezember 2009 (GV. NRW. S. 765), in Kraft getreten am 16. Dezember 2009. Fn 5 Dies ist eine gesetzlich angeordnete Evaluierungsverpflichtung. Sie verpflichtet die Landesregierung, dem Landtag rechtzeitig vor dem genannten Datum das Ergebnis der Evaluierung vorzulegen. Fn 6 § 5 einschließlich Anlage II aufgehoben durch Artikel 4 des Gesetzes vom 8. Dezember 2009 (GV. NRW. S. 765), in Kraft getreten am 16. Dezember 2009.  

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Nicht-amtliche Wiedergabe. Maßgeblich ist der amtliche Text. Quelle: recht.nrw.de.