Nordrhein-Westfalen

Verordnung über Umlagen zur Förderung der Milchwirtschaft

Ausfertigungsdatum:
13.11.2002
6 Vorschriften · Amtliche Fassung →

Eingangsformel

Auf Grund des § 22 Abs. 1 des Milch- und Fettgesetzes in der Fassung vom 10. Dezember 1952 (BGBl. I S. 811), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 28. Juni 1965 (BGBl. I S. 529), und auf Grund des § 1 der Verordnung über die Ermächtigung des Ministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zum Erlaß von Rechtsverordnungen im Bereich der Milchwirtschaft vom 10. August 1960 (GV. NW. S. 314) (F Fn 2) wird verordnet:
§ 1

(1) Die Molkereien sind verpflichtet, je Kilogramm der ihnen ab dem 1. April 2001 von Milcherzeugern angelieferten Milch eine Umlage in Höhe von 0,12 Cent zu entrichten. Nach Litern gemessene Anlieferungsmilch ist im Verhältnis 1:1,020 oder nach einem von der Molkerei errechneten, mindestens durch wöchentliches Nachwiegen der Milch zu überprüfenden Faktor in Kilogramm umzurechnen.

(2) Schuldner der Umlage sind die Inhaber der Molkereien. Die Umlageschuld entsteht im Zeitpunkt der Anlieferung durch die Milcherzeuger.

§ 2

(1) Die Molkereien werden vierteljährlich auf Grund der von ihnen abgegebenen statistischen Meldungen durch das Landesamt für Ernährungswirtschaft und Jagd Nordrhein-Westfalen zur Zahlung der Umlage veranlagt.

(2) Werden die für die Veranlagung erforderlichen Angaben nicht, nicht rechtzeitig, unrichtig oder unvollständig gemacht, so kann auf Grund einer Schätzung veranlagt werden.

§ 3

(1) Die Molkereien sind verpflichtet, bis spätestens zum 15. eines jeden Monats eine Vorauszahlung in Höhe des Umlageanteils zu leisten, der auf den Vormonat entfällt.

(2) Das Landesamt für Ernährungswirtschaft und Jagd Nordrhein-Westfalen kann Umlageschuldner auch zu Vorauszahlungen veranlagen.

§ 4

Die auf Grund dieser Verordnung zu zahlenden Beträge sind an die Oberfinanzkasse Düsseldorf zu entrichten

§ 5

(1) Umlagen können gestundet werden, wenn der Schuldner nicht in der Lage ist, die ganze Schuld sofort zu tilgen, und eine Zwangsvollstreckung eine besondere Härte für ihn bedeuten würde, oder wenn sicherer Anhalt dafür besteht, daß eine sofortige Zwangsvollstreckung erfolglos sein würde, im Falle der Stundung aber der geschuldete Betrag nach Ablauf der Stundungsfrist entrichtet werden wird.

(2) Gestundete Umlagen sind mit dem von der Deutschen Bundesbank festgesetzten Diskontsatz zu verzinsen. Nicht gestundete Umlagen sind vom Tage der Fälligkeit an mit dem gesetzlichen Zinssatz über dem von der Bundesregierung fortzuschreibenden Basiszinssatz zu verzinsen.

(3) Umlagen können niedergeschlagen werden, wenn ihre Einziehung nach Lage des einzelnen Falles für den Schuldner eine besondere Härte bedeuten würde.

§ 6

Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1966 in Kraft.

Der Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Landes Nordrhein-Westfalen

Fn 1 GV. NW. 1965 S. 349, geändert durch VO v. 2. 12. 1966 (GV. NW. S. 520), 8. 12. 1967 (GV. NW. S. 253), 3. 12. 1968 (GV. NW. S. 433), 3. 12. 1969 (GV. NW. S. 885), 11. 12. 1970 (GV. NW. S. 767), 26. 11. 1971 (GV. NW. S. 412), 12. 6. 1972 (GV. NW. S. 171), 4. 12. 1972 (GV. NW. S. 404), 22. 11. 1973 (GV. NW. S. 551), 28. 11. 1974 (GV. NW. S. 1583), 11. 11. 1975 (GV. NW. S. 639), 27. 11. 1976 (GV. NW. S. 421), 30. 11. 1977 (GV. NW. S. 477), 24. 11. 1978 (GV. NW. S. 604), 27. 11. 1979 (GV. NW. S. 998), 19. 12. 1980 (GV. NW. S. 1099), 15. 12. 1981 (GV. NW. S. 730), 18. 3. 1985 (GV. NW. S. 265), 11. 1. 1989 (GV. NW. S. 84), 5.2.2001 (GV. NRW. S. 73), Artikel 102 d. EuroAnpG NRW v. 25.9.2001 (GV. NRW. S. 708), 14.10.2002 (GV. NRW. S. 514). Fn 2 SGV. NW. 7842. Fn 3 § 1 Abs. 1 zuletzt geändert durch Artikel 102 d. EuroAnpG NRW v. 25.9.2001 (GV. NRW. S. 708); in Kraft getreten am 1. Januar 2002. Fn 4 § 2 Abs. 1 und § 3 Abs. 2 geändert durch VO v. 11. 1. 1989 (GV. NW. S. 84); in Kraft getreten am 1. April 1989. Fn 5 § 6 Sätze 2 und 3 gegenstandslos; Aufhebungsvorschriften. Fn 6 §§ 4 u. 5 geändert durch VO v. 14.10.2002 (GV. NRW. S. 514); in Kraft getreten am 13. November 2002.

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Nicht-amtliche Wiedergabe. Maßgeblich ist der amtliche Text. Quelle: recht.nrw.de.