Gesetz
zur Ausführung des Vormünder- und Betreuervergütungsgesetzes
(Berufsvormünderausführungsgesetz - AGBVormVG)
Vom 17. Dezember 2002 (Fn 1) (Fn 5)
§ 1 (Fn
4)
Anwendungsbereich
Nach Maßgabe dieses Gesetzes werden Nachqualifikationen durch Umschulungen
oder Fortbildungen von Berufsvormündern sowie Berufsbetreuerinnen und
Berufsbetreuern, die
1. nach § 1 Absatz 2 Satz 2 des Vormünder- und Betreuervergütungsgesetzes
vom 21. April 2005 (BGBl. I S. 1073), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes
vom 22. Juni 2019 (BGBl. I S. 866) geändert worden ist, eine Vergütung aus der
Staatskasse verlangen können und
2. bereits vor dem 30. Mai 1998 Vormundschaften und Betreuungen berufsmäßig
geführt haben,
anerkannt.
§ 2
(Fn 5)
Anerkennung von Prüfungen aus anderen Ländern
(1) Hat ein Vormund oder eine Betreuerin oder ein Betreuer besondere
Kenntnisse, die für die Führung der Vormundschaft oder der Betreuung nutzbar
sind, durch eine Umschulung oder Fortbildung erworben und durch eine Prüfung
nachgewiesen, steht eine solche Nachqualifikation einer abgeschlossenen Lehre
gemäß § 3 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 oder § 4 Absatz 3 Nummer 1 des Vormünder-
und Betreuervergütungsgesetzes oder einer abgeschlossenen Ausbildung an einer
Hochschule gemäß § 3 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 oder § 4 Absatz 3 Nummer 2 des
Vormünder- und Betreuervergütungsgesetzes gleich.
(2) Als Prüfung im Sinne von Absatz 1 werden alle Prüfungen anerkannt, die
in einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland auf der Grundlage der
jeweiligen landesrechtlichen Ausführungsvorschriften zu § 11 des Vormünder- und Betreuervergütungsgesetzes
mit Erfolg abgelegt worden sind. Aus dem Zeugnis über die Prüfung muss
hervorgehen, welchen Kenntnissen im Sinne des § 3 Absatz 1 Satz 2 oder § 4
Absatz 3 des Vormünder- und Betreuervergütungsgesetzes
die durch die Prüfung nachgewiesenen Kenntnisse entsprechen.
§ 3
In-Kraft-Treten
Dieses Gesetz tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft (Fn 2).
(Fn 3)
Die Landesregierung
Nordrhein-Westfalen
Der Ministerpräsident
Der Justizminister
Fn 1
GV. NRW. S. 633; in Kraft getreten am 24.12.2002;
geändert durch Artikel 47 des Fünften Befristungsgesetzes vom 5.4.2005 (GV.
NRW. S. 351), in Kraft getreten am 30. April 2005; Artikel 2 des Gesetzes vom
4. Februar 2014 (GV. NRW. S. 104), in Kraft getreten am 27. Februar 2014;
Artikel 2 des Gesetzes vom 1. September 2020 (GV. NRW. S. 818), in Kraft
getreten am 10. September 2020; Artikel 3 des Gesetzes vom 6. Dezember 2022
(GV. NRW. S. 1072), tritt am 1. Januar
2023 in Kraft.
Fn 2
GV. NRW. ausgegeben am 23.12.2002.
Fn 3
§ 4 angefügt durch Artikel 47 des Fünften Befristungsgesetzes vom 5.4.2005
(GV. NRW. S. 351); in Kraft getreten am 30. April 2005; aufgehoben durch
Artikel 2 des Gesetzes vom 4. Februar 2014 (GV. NRW. S. 104), in Kraft
getreten am 27. Februar 2014.
Fn 4
§ 1 zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 1. September 2020
(GV. NRW. S. 818), in Kraft getreten am 10. September 2020.
Fn 5
Überschrift neu gefasst sowie § 2 Absatz 1 neu gefasst und Absatz 2
geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 1. September 2020 (GV. NRW. S.
818), in Kraft getreten am 10. September 2020.