11. 4. 95 (C) 228 b. Ergänzung – SGV. NRW. – (Stand 1. 7. 2005)
2124 Anlage 1*
(zu § 3)
Weiterbildungs- und Prüfungsverordnung zu – Gewinnung und Versand von
Fachgesundheits- und Krankenpflegerinnen, -pflegern, Untersuchungsmaterial
Fachgesundheits- und Kinderkranken- – Befundauswertung
pflegerinnen, -pflegern für Krankenhaushygiene – – Infektionserfassung
Hygienefachkraft – (WeiVHygPfl)“ 1.3 Grundlagen der Krankenhaushy-
giene oder Hygiene in stationären,
1 Theoretische Weiterbildung (720 Stunden) teilstationären und ambulanten
1.1 Allgemeine Grundlagen 180 Stunden Einrichtungen der Altenhilfe 240 Stunden
– Hygienemaßnahmen im Bereich
1.1.1 Grundlagen der Krankenhausbe- der Pflege, Diagnostik und
triebsorganisation oder der Betriebs- Therapie
organisation stationärer, teilstatio- – Sterilisation, Desinfektion,
närer sowie ambulanter Einrich- Desinsektion
tungen der Altenhilfe 80 Stunden – Isolierungsmaßnahmen
– Gesetzliche Grundlagen – Hygienemaßnahmen in Wirt-
– Finanz- und Rechnungswesen schaftsbereichen
– Organisation und Arbeitsabläufe, – Hygienemaßnahmen im Bereich
Projektarbeit, Hygienemanagement, der Ver- und Entsorgung
Dokumentation, Schriftverkehr, – Gesetzliche Grundlagen und
Formulargestaltung Richtlinien der Krankenhaus-
– Datenerfassung und Daten- hygiene sowie der Hygiene in
verarbeitung der Pflege
– Organisation der Krankenhaus-
hygiene, Hygienekommission 1.4 Grundlagen der technischen Hygiene
und des Baues von Krankenhäusern
1.1.2 Wahrnehmung, Kommunikation und oder von stationären, teilstationären
Pädagogik sowie Methodik des Ler- und ambulanten Einrichtungen der
nens, Lernpsychologie und -techniken Altenhilfe unter Berücksichtigung
und Prinzipien wissenschaftlichen ökologischer Aspekte 150 Stunden
Arbeitens, berufliches Selbstver- – Bereichsspezifische, funktionelle
ständnis 100 Stunden und bauliche Voraussetzungen
1.1.2.1 Wahrnehmung 20 Stunden – Raumlufttechnische Anlagen
– Ausgewählte Teilbereiche der – Wasseraufbereitung
Wahrnehmungspsychologie – Aufbereitung medizin-technischer
– Selbstwahrnehmung/Fremd- Geräte
wahrnehmung – Anforderung an Sterilisations-
– Selbsterfahrung, Supervision, und Desinfektionsgeräte
Balint-Gruppe usw. – Vorschriften und Verordnungen
– Beobachtungs- und Beurteilungs-
prozesse, Beurteilungsfehler 2 Praktische Weiterbildung unter Anleitung
– Diagnostik- und Beurteilungs- von mindestens 1155 Stunden
verfahren Die praktische Weiterbildung erfolgt im Rahmen
1.1.2.2 Kommunikation und Pädagogik 50 Stunden folgender Einsätze:
– Theorie- und Praxis personen- 2.1 154 Stunden Einführung für Kranken-, Kinder-
zentrierter Gesprächsführung krankenschwestern/-pfleger in einem Kranken-
– Gruppendynamik und Gruppen- haus oder für Altenpfleger/innen in einer statio-
Pädagogik nären Pflegeeinrichtung unter Anleitung einer
– Kooperation, Konflikt, Team- vollzeitbeschäftigten Hygienefachkraft mit min-
arbeit destens einem Jahr Berufserfahrung
– Kooperation von Institutionen
und Berufsgruppen 2.2 115,5 Stunden in einem Hygiene-Institut oder
– Pädagogische Anleitung von einem Medizinaluntersuchungsamt unter Anlei-
Hilfspersonal und Schülern tung eines Facharztes für Hygiene und Umwelt-
– Grundlagen und Methoden der medizin oder eines Facharztes für Mikrobioloie
Öffentlichkeitsarbeit und Infektionsepidemiologie
1.1.2.3 Methodik des Lernens, Lernpsycholo- 2.3 Mindestens je 154 Stunden
gie und -techniken sowie Prinzipien – Intensivstation
des wissenschaftlichen Arbeitens 20 Stunden – OP-Abteilung
– Chirurgische Abteilung
1.1.2.4 Berufliches Selbstverständnis 10 Stunden – Innere Abteilung
– Motivation für die Arbeit in der mindestens je 77 Stunden
Krankenhaushygiene oder für die – Zentralsterilisation
Hygiene in stationären, teilstatio- – Küche
nären und ambulanten Einrich- mindestens 115,5 Stunden
tungen der Altenhilfe sowie in – Krankenhaustechnische Abteilung
der Weiterbildung
– Geschichte der Entwicklung 2.4 Von den unter Nummer 2.3 geforderten Einsät-
der Pflegeberufe unter Einbezug zen müssen mindestens 154 Stunden für Kran-
der Hygiene ken-, Kinderkrankenschwestern/-pfleger in ei-
– Leitbilder, Normen und Werte nem anderen als dem arbeitgebenden Kranken-
in der Hygiene haus oder für Altenpfleger/innen in einer ande-
ren als der arbeitgebenden stationären Pflegeein-
richtung abgeleistet werden.
1.2 Grundlagen der Hygiene und
Mikrobiologie 150 Stunden 2.5 über jeden Abschnitt der praktischen Weiterbil-
– Grundlagen der Bakteriologie, dung ist vom Weiterbildungsteilnehmer ein Be-
Virologie, Mykologie, Parasitologie richt zu fertigen. Dieser wird von der Praxisan-
– Wasser- und Lebensmittelmikro leiterin/dem Praxisanleiter fachlich bewertet
biologie und für die Prüfungsunterlagen dokumentiert.
– Grundlagen der Chemotherapie Die Berichte sind der von der Praxisanleitung
und Immunologie anzufertigenden Bescheinigung nach Anlage 3
– Epidemiologie von Infektionen beizufügen.
* Anlage 1 geändert durch Artikel 61 des Dritten Befristungsgesetzes vom 5. 4. 2005 (GV. NRW. S. 306); in Kraft getreten am 28. April 2005.