228 b. Ergänzung – SGV. NRW. – (Stand 1. 7. 2005) 11. 4. 95 (3)
Anlage 1*
(zu § 3) 2124
Weiterbildungs- und Prüfungsverordnung 1.2 Pflegerische Grundlagen 80 Stunden
zu Fachgesundheits- und Krankenpflegerinnen,
-pflegern, Fachgesundheits- und Kinderkranken- 1.2.1 Pflegewissenschaftliche Grundlagen 30 Stunden
pflegerinnen, -pflegern für den Operationsdienst – Pflegeprozeß
(WeiV-OP) – Pflegetheorien, Pflegemodelle,
Pflegekonzepte bezogen auf den
1 Theoretische Weiterbildung (720 Stunden) OP-Dienst
1.1 Allgemeine Grundlagen 280 Stunden – Einführung in die Pflege-
1.1.1 Allgemeine Grundlagen forschung
– Strukturen des Gesundheits- – Qualitätssicherung
wesens einschließlich EU-Ver- 1.2.2 Pflegemanagement und -organi-
gleich von peri-operativer sation 50 Stunden
Versorgung 10 Stunden
– Rechtliche Grundlagen: Arbeits- – Personalbedarfsermittlung, Perso-
Tarif-, Straf- und Zivilrecht 30 Stunden nalförderung
– Krankenhausbetriebslehre 20 Stunden – Pflegeorganisation
– Therapeutisches Team; Aufgaben- – Leistungserfassung, EDV-
felder und Koordination 10 Stunden Einsatz
– Aufbau und Ablauforganisation – Ökonomische und ökologische Be-
einer Operationseinheit 20 Stunden triebsabläufe
– Baulich-technische Grundlagen 1.3 Pflegefachliche Grundlagen des OP-
inkl. Fragen der Arbeits- und Dienstes 240 Stunden
Patientensicherheit 80 Stunden
– Gerätekunde (Med. GV, UVV, 1.3.1 Menschenbild und ethische
Laserschutz VO, Strahlenschutz Grundorientierungen in der peri-
VO, Gefahrstoff VO) operativen Pflege 20 Stunden
– Material: Ver- und Gebrauchs- – Menschenbild und pflegerisches
güter, Implantate Handeln
– Gesundheitsprävention 10 Stunden – Ethische Probleme im Bereich des
Berufsfeldes der operativen Medi-
1.1.2 Wahrnehmung, Kommunikation so- zin (z.B. Transplantationsmedizin)
wie Methodik des Lernens, Lern-
psychologie und -techniken und – Sterben und Tod im OP
Prinzipien wissenschaftliches Ar-
beiten sowie berufliches Selbstver- 1.3.2 Prä-, Intra-, post-operative Pflege 220 Stunden
ständnis
1.3.2.1 Psychosoziale Betreuung 20 Stunden
1.1.2.1 Wahrnehmung 20 Stunden – Kommunikation
– Ausgewählte Teilbereiche der – Einschätzung der Kommunika-
Wahrnehmungspsychologie tionsmöglichkeit
– Selbstwahrnehmung/Fremdwahr- – Bedeutung von Bewußtsein und
nehmung Bewußtlosigkeit (Beobachten,
– Selbsterfahrung, Supervision, Überwachen)
Balint-Gruppe usw. – Kommunikation mit äußerungs-
– Beobachtungs- und Beurteilungs- und wahrnehmungsbehinderten
prozesse, Beurteilungsfehler Patienten
– Diagnostik- und Beurteilungsver- – Umgang mit Kommunikations-
fahren hilfsmitteln
1.1.2.2 Kommunikation und Pädagogik 50 Stunden – Berühren–Berührtwerden
– Beratung von Angehörigen
– Theorie und Praxis
personenzentrierter Gesprächs- – Angehörigengespräche beim am-
führung bulanten Operieren
– Gruppendynamik und Gruppen- – Schutz der Intimsphäre des
pädagogik Patienten
– Kooperation, Konflikt, Team- – Beachtung kultureller Besonder-
arbeit heiten
– Kooperation von Institutionen und 1.3.2.2 Angewandte Krankenhaushygiene 80 Stunden
Berufsgruppen
1.3.2.3 bis 1.3.2.10 120 Stunden
– Pädagogische Anleitung von Hilfs-
personal und Schülern 1.3.2.3 Übernahme/Übergabe
– Grundlagen und Methoden der 1.3.2.4 Indikationsspezifische Lagerung in-
Öffentlichkeitsarbeit klusive Prophylaxen
1.1.2.3 Methodik des Lernens, Lern- 1.3.2.5 Prä-operative Vorbereitung von Pa-
psychologie und -techniken sowie tienten und OP-Einheit
Prinzipien des wissenschaftlichen
Arbeitens 20 Stunden 1.3.2.6 Operationsspezifische und sterile
Bereitstellung und Handhabung von
1.1.2.4 Berufliches Selbstverständnis 10 Stunden Ver- und Gebrauchsgütern
– Motivation für die Arbeit im OP- 1.3.2.7 Intra-operative Maßnahmen (Pflege-
Dienst und Weiterbildung dokumentation, Intra-operative
– Geschichte der Entwicklung der Zählkontrolle, Versorgung von OP-
Pflegeberufe unter Einbezug des Präparaten)
OP-Dienstes
1.3.2.8 Instrumentieren
– Leitbilder, Normen und Werte in
der peri-operativen Pflege 1.3.2.9 Post-operative Pflege
* Anlage 1 geändert durch Artikel 60 des Dritten Befristungsgesetzes vom 5. 4. 2005 (GV. NRW. S. 306); in Kraft getreten am 28. April 2005.
11. 4. 95 (3) 228 b. Ergänzung – SGV. NRW. – (Stand 1. 7. 2005)
2124 1.3.2.10 brauchsgüter
Entsorgung der Ver- und Ge-
OP-Einheit
und Nachbereitung der
1.4.3 Spezielle Fragen zur Transplantationsmedizin
2 Praktische Weiterbildung unter Anleitung im OP
1.4 Medizinische Grundlagen 120 Stunden
(Einsätze von mindestens 2000
1.4.1 Spezielle Pathophysiologie bei Stunden, davon können 15% in
invasiven Eingriffen 40 Stunden einem ambulanten Operations-
1.4.1.1 Operationsspezifische Grundlagen bereich abgeleistet werden)
des Atemsystems, Herz- und Kreis-
laufsystems 2.1 Die praktische Weiterbildung
erfolgt in folgenden Bereichen:
1.4.12 Operationsspezifische Grundlagen
des Wasser- und Elektrolythaushalts, Chirurgische Fachabteilung 1100 Stunden
Energie- und Wärmehaushalts, 2 weitere Fachabteilungen, min-
Stoffwechsels destens je 300 Stunden 600 Stunden
Erkundungseinsätze bis zu 300 Stunden
1.4.1.3 Operationsspezifische Grundlagen
des Blutbildungs- und Blutgerin-
nungssystems 2.2 Die an der Weiterbildung betei-
ligten Fachabteilungen müssen
1.4.1.4 Operationsspezifische Grundlagen gewährleisten, daß mindestens
der speziellen Pharmakologie, insgesamt
Anästhesiologie und Reanimation 50 große Operationen
1.4.1.5 Präoperative Risiken 100 mittlere Operationen
1.4.1.6 Postoperative Komplikationen 120 kleine Operationen
1.4.1.7 Schock und sonstige präoperative selbständig fachlich korrekt vor-
Risiken bereitet und situationsgerecht
instrumentiert werden (Basis:
1.4.1.8 Infektionen Operationskatalog nach Höhn).
1.4.2 Operationslehre einschl. spezieller
Pathophysiologie des 80 Stunden 2.3 Über jeden Abschnitt der prakti-
schen Weiterbildung ist von der
1.42.1 Bewegungs- und Stützsystems Weiterbildungsteilnehmerin/vom
1.422 Atmungssystems, Herz- und Weiterbildungsteilnehmer ein
Gefäßsystems Bericht zu fertigen. Dieser wird
von der Praxisanleiterin/dem
1.4.2.3 Verdauungssystems, Endokrinen Praxisanleiter fachlich bewertet
Systems und für die Prüfungsunterlagen
dokumentiert. Die Berichte sind
1.42.4 Urogenitalsystems der von der Praxisanleitung anzu-
1.42.5 Zentral- und peripheren fertigenden Bescheinigung nach
Nervensystems Anlage 3 beizufügen.