Verordnung
zur Regelung der Zuständigkeiten nach
Rechtsvorschriften für Heilberufe
(Zuständigkeitsverordnung Heilberufe –
ZustVO HB)
Vom 20. Mai 2008
(Fn 1)
I. Teil
Ärzte, Zahnärzte,
Psychologische Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
sowie Apotheker
§ 1 (Fn
4)
(1) Die Bezirksregierung ist zuständige Behörde für die
Durchführung der nachstehenden Gesetze und Verordnungen, soweit nicht in den §§
2 bis 4 etwas anderes geregelt ist:
1. Bundesärzteordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom
16. April 1987 (BGBl. I S. 1218),
2. Gesetz über die Ausübung der Zahnheilkunde in der Fassung
der Bekanntmachung vom 16. April 1987 (BGBl. I S. 1225),
3. Gesetz über die Berufe des Psychologischen
Psychotherapeuten und des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
(Psychotherapeutengesetz – PsychThG) vom 16. Juni 1998 (BGBl. I S.
1311),
4. Bundes-Apothekerordnung vom 19. Juli 1989 (BGBl. I S.
1478),
5. Gesetz über den Europäischen Berufsausweis, soweit es
sich nicht auf Grund von Durchführungsrechtsakten der Europäischen Kommission
nach Artikel 4a Absatz 7 der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments
und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von
Berufsqualifikationen (ABl. L 255 vom 30.9.2005, S.
22), die zuletzt durch Richtlinie 2013/55/EU (ABl. L
354 vom 28.12.2013, S. 132) geändert worden ist, um eingeführte
Weiterbildungsbezeichnungen handelt,
6. Approbationsordnung für Ärzte vom 14. Juli 1987 (BGBl. I
S. 1593) und Approbationsordnung für Ärzte vom 27. Juni 2002 (BGBl. I S. 2405),
7. Approbationsordnung für Zahnärzte vom 26. Januar 1955
(BGBl. I S. 37),
8. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische
Psychotherapeuten (PsychTh-APrV) vom 18. Dezember
1996 (BGBl. I S. 3749),
9. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJPsychTh-APrV)
vom 18. Dezember 1998 (BGBl. I S. 3761)
und
10. Approbationsordnung für Apotheker vom 19. Juli 1989
(BGBl. I S. 1489)
in der jeweils geltenden Fassung.
(2) Örtlich zuständig ist in den Fällen des
§ 12 Abs. 1 und 2 der Bundesärzteordnung,
§ 16 Abs. 1 des Gesetzes über die Ausübung der
Zahnheilkunde,
§ 10 Abs. 1 Satz 1 des Psychotherapeutengesetzes und
§ 12 Abs. 1 der Bundes-Apothekerordnung
die Bezirksregierung, in deren Bezirk die Abschlussprüfung
abgelegt wurde.
(2a) Örtlich zuständig ist in den Fällen des
1. § 12 Absatz 3 Satz 1 der Bundesärzteordnung,
2. § 16 Absatz 2 Satz 1 des Gesetzes über die Ausübung der
Zahnheilkunde und
3. § 12 Absatz 2 der Bundes-Apothekerordnung
die Bezirksregierung, in deren Bezirk der Beruf ausgeübt
werden soll.
(2b) Örtlich zuständig für die Entscheidungen nach § 12
Absatz 4 Satz 2 der Bundesärzteordnung ist die Bezirksregierung, die die
Approbation erteilt hat.
(2c) Die Entscheidungen nach § 12 Absatz 5 der
Bundesärzteordnung und § 16 Absatz 3 des Gesetzes über die Ausübung der
Zahnheilkunde trifft die Bezirksregierung, die die Approbation zurückgenommen
oder widerrufen hat.
(2d) Örtlich zuständig für Entscheidungen im Zusammenhang
mit ausgestellten Europäischen Berufsausweisen ist diejenige Bezirksregierung,
die die Entscheidung über die Erteilung getroffen hat.
(3) Für die übrigen Entscheidungen nach
1. § 12 der Bundesärzteordnung,
2. § 16 des Gesetzes über die Ausübung der Zahnheilkunde,
3. § 10 Absatz 1 Satz 2 und Absatz 2 des Psychotherapeutengesetzes sowie für
die Entgegennahme der Entscheidung der Antragstellenden nach § 20 Absatz 1 der
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten und
nach § 20 Absatz 1 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten,
4. § 12 der Bundes-Apothekerordnung und
5. § 4 des Gesetzes über den Europäischen Berufsausweis
ist die Bezirksregierung örtlich zuständig, in deren Bezirk
der Beruf ausgeübt wird oder werden soll oder zuletzt ausgeübt worden ist.
(4) Die Bezirksregierung ist auch zuständige Stelle im Sinne
des § 5 Abs. 2 Nr. 5 der Approbationsordnung für Ärzte vom 27. Juni 2002.
(5) Zuständige Behörde im Sinne des § 4 Abs. 4 Satz 2 der
Approbationsordnung für Apotheker ist für die Regierungsbezirke Düsseldorf und
Köln die Bezirksregierung Düsseldorf und für die Regierungsbezirke Arnsberg,
Detmold und Münster die Bezirksregierung Münster.
§ 2 (Fn
2)
Das für das Gesundheitswesen zuständige Ministerium ist
zuständige Stelle im Sinne des § 41 Abs. 1 der Approbationsordnung für Ärzte
vom 27. Juni 2002 und des § 8 Abs. 2 der Approbationsordnung für Apotheker. Es
entscheidet im Einvernehmen mit dem für die Hochschulen zuständigen
Ministerium.
§ 3 (Fn
5)
(1) Landesprüfungsamt im Sinne des § 8 der
Approbationsordnung für Ärzte vom 14. Juli 1987 und des § 5 Abs. 1 der
Approbationsordnung für Apotheker sowie zuständige Behörde im Sinne des § 15
Abs. 5 Satz 1 der Approbationsordnung für Ärzte vom 14. Juli 1987, des § 60 der
Approbationsordnung für Zahnärzte, des § 10 Abs. 3 und 4 des
Psychotherapeutengesetzes und des § 6, im Sinne des Zweiten und Dritten
Abschnitts und des § 20 Abs. 2 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für
Psychologische Psychotherapeuten sowie des § 6, im Sinne des Zweiten und
Dritten Abschnitts und des § 20 Abs. 2 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und des
§ 11 Abs. 5 Satz 1 der Approbationsordnung für Apotheker ist die
Bezirksregierung Düsseldorf - Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und
Pharmazie. Diese ist auch zuständige Stelle im Sinne des § 3 Absatz 2 Satz 2,
Absatz 2a Satz 1 und Absatz 6, § 4 Absatz 4, des Zweiten und Dritten Abschnitts
sowie des § 43 Abs. 2 der Approbationsordnung für Ärzte vom 27. Juni 2002.
(2) Die in § 3 Absatz 2 Satz 7 und Absatz 3 Satz 3 der
Bundesärzteordnung, § 2 Absatz 2 Satz 9 und Absatz 3 Satz 3 des
Psychotherapeutengesetzes sowie § 4 Absatz 2 Satz 7 und Absatz 3 Satz 3 der
Bundes-Apothekerordnung vorgesehenen Prüfungen werden vor der Bezirksregierung
Düsseldorf - Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie - und
die in § 2 Absatz 2 Satz 7 und Absatz 3 Satz 3 des Gesetzes über die Ausübung
der Zahnheilkunde vorgesehenen Prüfungen werden für die Regierungsbezirke
Düsseldorf und Köln vor der Zahnärztekammer Nordrhein und für die
Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster vor der Zahnärztekammer
Westfalen-Lippe abgelegt.
(3) Die Entscheidung über die Anerkennung von Hochschulen
als Ausbildungsstätte nach § 6 Abs. 2 des Psychotherapeutengesetzes wird im
Einvernehmen mit dem für die Hochschulen zuständigen Ministerium getroffen.
(4) Zuständige Behörde im Sinne des § 20 Absatz 2 der
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten sowie
im Sinne des § 20 Absatz 2 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Kinder-
und Jugendlichenpsychotherapeuten ist die Kammer für
Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
Nordrhein-Westfalen.
(5) Zuständige Behörden zur Beurteilung, ob Antragstellende
über die für die Ausübung des ärztlichen oder zahnärztlichen Berufs
erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen, sind für Anträge, die
nach dem 31. Dezember 2013 gestellt worden sind, für die Regierungsbezirke
Düsseldorf und Köln die Ärztekammer Nordrhein und die Zahnärztekammer Nordrhein
sowie für die Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster die Ärztekammer
Westfalen-Lippe und die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe.
(6) Zuständige Behörden zur Beurteilung, ob Antragstellende
über die für die Ausübung des Berufs der Apothekerin und des Apothekers
erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen, sind für Anträge, die
nach dem 15. Juni 2016 gestellt worden sind, für die Regierungsbezirke Düsseldorf
und Köln die Apothekerkammer Nordrhein sowie für die Regierungsbezirke
Arnsberg, Detmold und Münster die Apothekerkammer Westfalen-Lippe.
§ 4
Der Fachbereichsrat der Universität ist die zuständige
Stelle im Sinne der Anlage 1 zu § 2 Abs. 2 der Approbationsordnung für
Apotheker.
II. Teil (Fn 6)
Pflege- und
Gesundheitsfachberufe, Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker
§ 5 (Fn
3)
(1) Die Kreise und kreisfreien Städte sind zuständige
Behörden für die Durchführung der nachstehenden Gesetze und Verordnungen,
soweit nicht in § 6 etwas anderes geregelt ist:
1. Heilpraktikergesetz vom 17.
Februar 1939 (RGBl. I S. 251),
2. Erste Durchführungsverordnung zum Gesetz über die
berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz)
vom 18. Februar 1939 (RGBl. I S. 259),
3. Ergotherapeutengesetz – ErgThG – vom 25. Mai 1976 (BGBl. I S. 1246),
4. Ergotherapeuten-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung –
ErgThAPrV – vom 2. August 1999 (BGBl. I S.
1731),
5. Gesetz über den Beruf des Logopäden vom 7. Mai 1980
(BGBl. I S. 529),
6. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Logopäden (LogAPrO) vom 1. Oktober 1980 (BGBl. I S. 1892),
7. Krankenpflegegesetz – KrPflG – vom 16. Juli
2003 (BGBl. I S. 1442),
8. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der
Krankenpflege (KrPflAPrV) vom 10. November 2003
(BGBl. I S. 2263),
9. Rettungsassistentengesetz – RettAssG – vom
10. Juli 1989 (BGBl. I S. 1384) sowie das Notfallsanitätergesetz
vom 22. Mai 2013 (BGBl. I S. 1348),
10. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für
Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten (RettAssAPrV)
vom 7. November 1989 (BGBl. I S. 1966) sowie die Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter vom 16. Dezember
2013 (BGBl. I S. 4280),
11. Orthoptistengesetz (OrthoptG)
vom 28. November 1989 (BGBl. I S. 2061),
12. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Orthoptistinnen
und Orthoptisten (OrthoptAPrV) vom 21. März 1990
(BGBl. I S. 563),
13. MTA-Gesetz – MTAG – vom 2. August 1993
(BGBl. I S. 1402),
14. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für technische
Assistenten in der Medizin (MTA-APrV) vom 25. April
1994 (BGBl. I S. 922),
15. Diätassistentengesetz – DiätAssG
– vom 8 März 1994 (BGBl. I S. 446),
16. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für
Diätassistentinnen und Diätassistenten – DiätAss
– APrV – vom 1. August 1994 (BGBl. I S.
2088),
17. Masseur- und Physiotherapeutengesetz – MPhG – vom 26. Mai 1994 (BGBl. I S. 1084),
18. Verordnung über die Ausbildung und Prüfung von Masseuren
und medizinischen Bademeistern vom 6. Dezember 1994 (BGBl. I S. 3770),
19. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für
Physiotherapeuten (PhysTh-APrV) vom 6. Dezember 1994
(BGBl. I S. 3786),
20. Podologengesetz vom 4.
Dezember 2001 (BGBl. I S. 3320),
21. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Podologinnen und Podologen –
PodAPrV- vom 18. Dezember 2001 (BGBl. I S. 12),
22. Gesetz über den Beruf des pharmazeutisch-technischen
Assistenten in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. September 1997 (BGBl. I
S. 2349),
23. Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für
pharmazeutisch-technische Assistentinnen und pharmazeutisch-technische
Assistenten vom 23. September 1997 (BGBl. I S. 2352),
24. Ausbildungs- und
Prüfungsordnung für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegeassistentin und
des Gesundheits- und Krankenpflegeassistenten vom 6. Oktober 2008 (GV. NRW. S. 652),
25. Weiterbildungs- und Prüfungsverordnung
für Pflegeberufe vom 15. Dezember 2009 (GV.
NRW. S. 904),
26. Weiterbildungsverordnung
Hygienefachkraft vom 28. September 2012 (GV. NRW. S. 461),
27. Hebammengesetz vom 4. Juni
1985 (BGBl. I S. 902),
28. Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für Hebammen und Entbindungspfleger in der Fassung der
Bekanntmachung vom 16. März 1987 (BGBl. I S. 929),
29. Landeshebammengesetz vom 5.
März 2002 (GV. NRW. S. 102) und
30. Berufsordnung für Hebammen und
Entbindungspfleger vom 12. Februar 2015 (GV. NRW. S. 230).
in der jeweils geltenden Fassung. Aufgaben der Kreise und
kreisfreien Städte nach Satz 1 sind in diesem Zusammenhang darüber hinaus die
Durchführung der staatlichen Prüfungen, die Erteilung, der Widerruf und die
Rücknahme der Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung, die Durchführung der
Sprachprüfung, die Durchführung des Verwaltungsverfahrens nach § 4 Absatz 3 des
Gesetzes über den Europäischen Berufsausweis sowie für die Ausstellung des Certificate of current professional status. Das
für das Gesundheitswesen zuständige Ministerium kann Evaluationen der
staatlichen Prüfungen durchführen. Den Kreisen und kreisfreien Städten wird
auch die Zuständigkeit für die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten
nach den in Satz 1 genannten Gesetzen übertragen.
(2) Soweit in den in Absatz 1 genannten Gesetzen und
Verordnungen nichts anderes bestimmt ist, bestimmt
sich die örtliche Zuständigkeit nach § 3 des Verwaltungsverfahrensgesetzes für
das Land Nordrhein-Westfalen (VwVfG NRW) Bekanntmachung der Neufassung vom 12.
November 1999 (GV. NRW. S. 602) in der jeweils geltenden Fassung. Davon
abweichend bestimmt sich die örtliche Zuständigkeit in Fällen der Erteilung und
des Widerrufs der Berufserlaubnis nach den in
Absatz 1 genannten Gesetzen nach dem Ort, in dessen Zuständigkeitsbereich die
Prüfung abgelegt wurde. Soweit die jeweilige Prüfung nicht im Geltungsbereich
dieser Verordnung abgelegt wurde, ist die Behörde zuständig, in deren Bezirk
die geprüfte Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat oder zuletzt hatte. Für
die Ausstellung eines Certificate of
current professional status
ist die Behörde zuständig, die die Berufserlaubnis erteilt hat.
§ 6 (Fn
7)
(1) Die Bezirksregierung ist zuständige Behörde für die
Entscheidung über die Anerkennung und Überwachung von Ausbildungsstätten nach
den in § 5 Abs. 1 genannten Gesetzen.
(2) Die Bezirksregierung ist die
zuständige Behörde für die Durchführung der nachstehenden Gesetze und
Verordnungen, soweit nicht insbesondere in den Absätzen 4 bis 6 etwas anderes geregelt ist:
1. Altenpflegegesetz in der
Fassung der Bekanntmachung vom 25. August 2003 (BGBl. I S. 1690),
2. Altenpflege-Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung vom 26. November 2002 (BGBl. I S. 4418),
3. Landesaltenpflegegesetz vom 27.
Juni 2006 (GV. NRW. S. 290),
4. Ausbildungs- und
Prüfungsordnung für die Altenpflegehilfeausbildung vom 23. August 2006 (GV. NRW. S. 404),
5. Ausbildungs- und
Prüfungsordnung für Familienpflegerinnen und Familienpfleger vom 2. April 2004
(GV. NRW. S. 184),
6. Pflegeberufegesetz vom 17. Juli
2017 (BGBl. I S. 2581),
7. Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung vom 2.
Oktober 2018 (BGBl. I S. 1572) und
8. Rechtsverordnung nach § 4 Nummer 14 des
Landesausführungsgesetzes Pflegeberufe vom 18. Dezember 2018 (GV. NRW. S. 767)
jeweils in der jeweils geltenden
Fassung. Aufgaben der Bezirksregierung nach Satz 1 sind insbesondere die
staatliche Anerkennung und Überwachung der Ausbildungsstätten, die Durchführung
der staatlichen Prüfungen, die Erteilung, der Widerruf und die Rücknahme der
Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung, die Durchführung der Sprachprüfung
und die Ausstellung des Certificate of current professional status. Ihr wird auch die Zuständigkeit für die Verfolgung
und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten nach den in Satz 1 genannten Gesetzen
übertragen.
(3) Soweit in den in Absatz 2
genannten Gesetzen und Verordnungen nichts anderes
bestimmt ist, bestimmt sich die örtliche Zuständigkeit nach § 3 des
Verwaltungsverfahrensgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen. Davon
abweichend bestimmt sich die örtliche Zuständigkeit in Fällen der Erteilung und
des Widerrufs der Berufserlaubnis nach den in Absatz 2 genannten Gesetzen nach
dem Ort, in dessen Zuständigkeitsbereich die Prüfung abgelegt wurde. Soweit die
jeweilige Prüfung nicht im Geltungsbereich dieser Verordnung abgelegt wurde,
ist die Behörde zuständig, in deren Bezirk die geprüfte Person ihren
gewöhnlichen Aufenthalt hat oder zuletzt hatte. Für die Ausstellung eines Certificate of current professional status ist
die Behörde zuständig, die die Berufserlaubnis erteilt hat.
(4) Die Bezirksregierung Düsseldorf - Landesprüfungsamt für
Medizin, Psychotherapie und Pharmazie - ist die zuständige Behörde für die
Anerkennung von Berufsabschlüssen, die in einem Mitgliedstaat der Europäischen
Union, in einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen
Wirtschaftsraum oder in Drittstaaten erworben wurden, für die in § 5 Absatz 1
und für Anträge ab dem 1. September 2016 für die in § 6 Absatz 2 geregelten
Berufe mit Ausnahme der Entscheidung über die Führung der Berufsbezeichnung
einschließlich der dafür erforderlichen Sprachprüfung. Aufgaben sind darüber
hinaus die Nachprüfung der Berufsqualifikationen von Dienstleistenden gemäß
Artikel 7 Absatz 4 der Richtlinie 2005/36/EG, auch für die Berufe, die der
automatischen Anerkennung unterliegen, und die Ausstellung und der Widerruf des
Europäischen Berufsausweises im Rahmen der Dienstleistungserbringung sowie im
Rahmen der Berufsanerkennung. Aufgabe der Bezirksregierung Düsseldorf -
Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie - ist auch, die
Inhaberin oder den Inhaber eines Europäischen Berufsausweises nach § 4 Absatz 3
und § 4 Absatz 4 des Gesetzes über den Europäischen Berufsausweis zu
informieren.
(5) Weitere Zuständigkeiten ergeben sich aus der Pflegeberufezuständigkeitsverordnung vom 11. September 2018
(GV. NRW. S. 539) sowie aus dem Landesausführungsgesetz Pflegeberufe vom 18.
Dezember 2018 (GV. NRW. S. 767) jeweils in der jeweils geltenden Fassung.
(6) Abweichend von Absatz 2 Satz 1 Nummer 6 und 7 ist das
für Pflegeberufe zuständige Ministerium für die Entscheidungen nach § 1 des
Landesausführungsgesetzes Pflegeberufe sowie für die Überprüfung der Studiengangskonzepte im Akkreditierungsverfahren nach § 38
Absatz 2 des Pflegeberufegesetzes zuständig.
(7) Die Bezirksregierung
Düsseldorf - Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie - ist
die zuständige Behörde für die Durchführung der nachstehenden Verordnungen:
1. Ausbildungs- und
Prüfungsordnung für Hygienekontrolleurinnen und -kontrolleure
vom 14. April 2015 (GV. NRW. S. 374),
2. Ausbildungs- und
Prüfungsordnung für sozialmedizinische Assistentinnen und Assistenten vom 14.
April 2015 (GV. NRW. S. 388) und
3. Ausbildungs- und
Prüfungsordnung für Desinfektorinnen und
Desinfektoren vom 14. April 2015 (GV.
NRW. S. 401)
jeweils in der jeweils geltenden
Fassung. Für die staatliche Anerkennung der Ausbildungsstätten nach Nummer 3
sind die Bezirksregierungen zuständig.
(8) Gemäß § 4 Abs. 2 der Ersten Durchführungsverordnung zum
Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz) vom 18. Februar 1939 (RGBl. I S. 259), zuletzt geändert durch Verordnung vom 18.
April 1975 (BGBl. I S. 967), wird bei der Bezirksregierung Düsseldorf ein
gemeinsamer Gutachterausschuss für die Regierungsbezirke des Landes gebildet.
III. Teil
Inkrafttreten (Fn 2)
§ 7 (Fn
2)
(1) Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in
Kraft.
(2) Mit Inkrafttreten dieser Verordnung treten die Verordnung
zur Regelung der Zuständigkeiten nach Rechtsvorschriften für Ärzte, Zahnärzte
und Psychologische Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
sowie für Apotheker vom 29. Oktober 2002 (GV. NRW. S. 564), zuletzt geändert
durch Verordnung vom 5. September 2006 (GV. NRW. S. 443), und die Verordnung
zur Regelung der Zuständigkeiten nach Rechtsvorschriften für nicht ärztliche
und nichttierärztliche Heilberufe vom 31. Januar 1995 (GV. NRW. S. 87), zuletzt
geändert durch Artikel IX des Gesetzes vom 11. Dezember 2007 (GV. NRW. 2008 S.
8), außer Kraft.
Die Verordnung wird erlassen
a) von der Landesregierung aufgrund
des § 5 Abs. 3 Satz 1 des Landesorganisationsgesetzes (LOG
NRW) vom 10. Juli 1962 (GV. NRW. S. 421), zuletzt geändert durch Artikel 2 des
Gesetzes vom 20. November 2007 (GV. NRW. S. 588), – insoweit nach
Anhörung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landtags –,
des § 5 Abs. 4 des LOG NRW,
des § 7 Abs. 4 Satz 2 LOG NRW,
des § 36 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über
Ordnungswidrigkeiten vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 602), zuletzt geändert
durch Gesetz vom 7. August 2007 (BGBl. I S. 1786),
des § 7 Abs. 1 Satz 2 der Ersten Durchführungsverordnung zum
Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung,
des § 6 Abs. 3 des Gesetzes über den Beruf der
Ergotherapeutin und des Ergotherapeuten vom 25. Mai 1976 (BGBl. I S. 1246),
zuletzt geändert durch Gesetz vom 2. Dezember 2007 (BGBl. I S. 2686) und
des § 6 Abs. 3 des Gesetzes über den Beruf des Logopäden vom
7. Mai 1980 (BGBl. I S. 529), zuletzt geändert durch Gesetz vom 2. Dezember
2007 (BGBl. I S. 2686)
sowie
b) vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales
aufgrund
des § 9 Abs. 4 Heilberufsgesetz vom 9. Mai 2000 (GV. NRW. S.
403), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 20. November 2007 (GV.
NRW. S. 572) und
des § 5 Abs. 2 LOG NRW.
Die
Landesregierung
Nordrhein-Westfalen
Der
Ministerpräsident
Der Minister
für Arbeit, Gesundheit und Soziales
Fn 1
GV. NRW. 2008 S. 458, in Kraft getreten am 13.6.2008;
geändert durch VO vom 7. Dezember 2013 (GV. NRW. S.841), in Kraft getreten am
21. Dezember 2013; Verordnung vom 5. Mai 2015 (GV. NRW. S. 441), in Kraft
getreten am 19. Mai 2015; Verordnung vom 5. Juli 2016 (GV. NRW. S. 548), in
Kraft getreten am 16. Juli 2016 und am 1. September 2016; Verordnung vom 10.
September 2019 (GV. NRW. S. 592), in Kraft getreten am 1. Januar 2020.
Fn 2
§§ 2, 7 und Überschrift des III. Teils geändert durch
VO vom 7. Dezember 2013 (GV. NRW. S.841), in Kraft getreten am 21. Dezember
2013.
Fn 3
§ 5 zuletzt geändert (Absatz 1 Satz 1 Nummern 24 bis 30
und Satz 2 eingefügt, Absatz 2 Sätze 2 bis 4 angefügt) durch Verordnung vom
5. Juli 2016 (GV. NRW. S. 548), in Kraft getreten am 16. Juli 2016.
Fn 4
§ 1 zuletzt geändert (Absatz 1 Nummer 5 eingefügt und
bisherige Nummern 5 bis 9 umbenannt in Nummern 6 bis 10, Absätze 2a und 2d
eingefügt und bisherige Absätze 2a und 2b umbenannt in Absätze 2b und 2c,
Absatz 3 neu gefasst durch Verordnung vom 5. Juli 2016 (GV. NRW. S. 548), in
Kraft getreten am 16. Juli 2016.
Fn 5
§ 3 zuletzt geändert (Absatz 6 angefügt) durch Verordnung
vom 5. Juli 2016 (GV. NRW. S. 548), in Kraft getreten am 16. Juli 2016.
Fn 6
Überschrift des II. Teils geändert durch Verordnung vom 5.
Juli 2016 (GV. NRW. S. 548), in Kraft getreten am 16. Juli 2016.
Fn 7
§ 6 Absätze 2, 3 und 5 eingefügt und bisherigen Absatz 3
umbenannt in Absatz 6 durch Verordnung vom 5. Juli 2016 (GV. NRW. S. 548), in
Kraft getreten am 16. Juli 2016; bisheriger Absatz 2 wird Absatz 4 durch
Verordnung vom 5. Juli 2016 (GV. NRW. S. 548), in Kraft getreten am 1.
September 2016; Absatz 2 geändert, Absätze 5 und 6 eingefügt und Absätze 5
(alt) und 6 (alt) umbenannt in Absätze 7 und 8 durch Verordnung vom 10.
September 2019 (GV. NRW. S. 592), in Kraft getreten am 1. Januar 2020.