Anlage 1
(zu §§ 7 Abs. 2, 9 Abs.2)
Rahmenausbildungsplan
Fachrichtung: LANDESPFLEGE
Ausbildungs-
Abschnitt Dauer Ausbildungsstellen Ausbildungsinhalte
(Wochen)
Ia 1 Ausbildungsbehörde Einführung in die Ausbildung sowie die Ver-
(1 – 2)* waltung, die Aufgaben und die Organisation
der Fachverwaltungen.
Ib 32 - untere Verwaltungsbe- Praktische, fachspezifische Ausbildung im
(29 – 35)* hörde für Naturschutz Schwerpunkt Naturschutz und Landschafts-
und Landschaftspflege pflege;
(mind. 16 Wochen) Grundzüge der Verwaltungspraxis und selbst-
ständige Mitarbeit und Anwendung der ein-
- Kommunalverwaltung schlägigen Vorschriften, Erlasse und Richtli-
(mind. 8 Wochen) nien;
Vertiefende Anwendung des technischen und
- Planungs-, Kommunal- naturwissenschaftlichen Wissens in den ein-
oder Regionalverband zelnen Aufgabenfeldern sowie der in den
(max. 4 Wochen) Lehrgängen vermittelten Kenntnisse;
Ausweisung von Schutzgebieten und
-objekten; Planung und Entwurf in der Land-
schafts-, Grünordnungs-, Biotop- und Objekt-
planung; Biotop- und Grünflächenpflege; Ar-
tenschutz; Anwendung der Eingriffsregelung
in der Bauleit- und Fachplanung sowie bei
sonstigen Vorhaben; Förderprogramme; Prü-
fung von Anträgen; Verfassen von Entwürfen
für Genehmigungen, Anordnungen, Bescheide,
Stellungnahmen und allgemeinen Schriftver-
kehr;
Vorbereitung von Ausschreibungsunterlagen;
Abwicklung von Aufträgen; Finanzkontrolle;
Abrechnung; Liegenschaftswesen; Verkehrssi-
cherungspflichten; Einsatz und Anwendung
von ADV; Zusammenwirken mit Beiräten,
Naturschutzverbänden, Naturschutzbeauftrag-
ten, Landschaftswarten sowie politischen Ent-
scheidungsgremien; Personal-, Haushalts- und
Rechnungswesen; Geschäftsbetrieb und Büro-
technik; Arbeitsplanung, Ablauforganisation,
Personaleinsatz;
Personalführung; Beurteilungen; Personalent-
wicklung; Öffentlichkeitsarbeit; Teilnahme an
Ausschusssitzungen, Scoping- und Anhö-
rungsterminen, Abstimmungsgesprächen;
Ausbildungs-
Abschnitt Dauer Ausbildungsstellen Ausbildungsinhalte
(Wochen)
II 10 Fachverwaltungen insbe- Kennenlernen der relevanten Aufgaben, Orga-
(9 – 11)* sondere nisation, Instrumente und Rechtsgrundlagen
- LANUV (mind. 6 Wo- sowie der Zusammenarbeit mit der Natur-
chen) schutzverwaltung und der Aufgaben als Träger
- Landesbetrieb Wald und öffentlicher Belange bei Fachplanungen;
Holz Bei der LANUV insbesondere: Beratungsauf-
- Landesbetrieb Straßen- gaben gegenüber den Behörden und Stellen
bau NRW des Landes, der Kommunen; fachtechnische
Betreuung der Naturschutz- / Landschafts-
behörden; Projektgruppenarbeit; Kennenlernen
der Erstellung von Gutachten, der Erarbeitung
von Stellungnahmen für Behörden und Gerich-
te, der Bewertung von Umweltverträglich-
keitsstudien und Fachplanungen; Teilnahme an
Messungen, Untersuchungen, Probenahmen;
III a 17 Bezirksregierungen und / Praktische Ausbildung
(16 – 18)* oder MUNLV Organisation und Aufgaben der staatlichen
Mittelinstanz als Bündelungsbehörde;
In Vertiefung der Abschnitte I und II:
Fachspezifische Ausbildung und selbstständige
Mitarbeit unter Anwendung der einschlägigen
Vorschriften, Erlasse und Richtlinien; Um-
weltverträglichkeitsprüfungen; Fördermittel;
Vollzug der fachlichen Rechtsvorschriften
durch Rechtssetzungsverfahren, Bewilligun-
gen, Erlaubnisse, Zulassungen, Planfeststel-
lungen, Bescheide, Beschlüsse, insbes. in den
Bereichen des Naturschutzes und der Land-
schaftspflege sowie der Regionalplanung, der
Bauleitplanung und den angrenzenden Fach-
gebieten, wie z.B. der Wasserwirtschaft und
der Agrarordnung
III b 6 Häusliche Prüfungsarbeit
10 Management und Personal- Leitungsaufgaben und Wirtschaftlichkeit in
führung, Lehrgang und ggf. der Verwaltung; Management, Mitarbeiterfüh-
Erweiterung von I und III rung, Planung, Entscheidung; Rhetorik, Ge-
sprächsführung; Psychologie;
12 sonstige Grundlagenlehr- Allgemeine Rechts- und Verwaltungsgrundla-
gänge/ Seminare/ Arbeits- gen
gemeinschaften/ Exkursio- Allgemeine fachübergreifende Zielsetzungen
nen und Strategien zum Schutz der natürlichen
Lebensgrundlagen
- Ziele und Notwendigkeit des Umweltschut-
zes,
- Umweltschutz als planerische und ordnungs-
rechtliche Aufgabe,
- Vorsorge-, Verursacher-, Kooperationsprin-
zip,
Ausbildungs-
Abschnitt Dauer Ausbildungsstellen Ausbildungsinhalte
(Wochen)
- Genehmigung, Durchführung und Überwa-
chung von Maßnahmen, Erfolgskontrolle,
- Grundlagen und technische Regeln,
- Voruntersuchungen, Planung
- Erheben, Beschreiben und Bewerten von
Daten,
- Grundzüge der Verwaltungspraxis;
Fachübergreifende Rechts- und Verwaltungs-
vorschriften;
Grundlagen des Verwaltungsrechts;
Verfassungsrecht; Rechtsstellung der Beam-
tin/des Beamten; Geheimhaltungs- und Aus-
kunftspflicht; Ordnungsrecht; Straf-
recht/Ordnungswidrigkeitenrecht; Bau- und
Planungsrecht; Zivilrecht; Haushalts-, Rech-
nungs- und Kassenwesen; Finanzierungspro-
gramme; Disziplinarrecht; Personalvertre-
tungsrecht; Haftungsrecht; Verwaltungs-
vollstreckungs-, verwaltungsgerichtliche Ver-
fahren (Klagearten, Urteile);
Arbeitsgemeinschaften im Natur- und Um-
weltschutz; Mitwirkungsrechte der Natur-
schutzverbände;
Grundzüge und Vertiefung der fachbezogenen
Rechts- und Verwaltungsvorschriften;
noch sonstige Grundlagen- Nationales, internationales und EU-Recht in
lehrgänge /Seminare/ Ar- den Bereichen:
beitsgemeinschaften/ Ex- Natur- und Artenschutz, Umweltverträglich-
kursionen keit, Raumordnung und Landesplanung,
Bauplanungs- und Bauordnungsrecht;
Wasser, Bodenschutz, Abfall, Altlasten; Im-
missionsschutz; Land- und Forstwirtschaft;
Flurbereinigung; Energiewirtschaft; Kommu-
nikationstechnik; Verkehrswesen; Jagd- und
Fischereirecht; (Garten-) Denkmalschutz/-
pflege;
4 Ausbildungsstationen und
(3 – 5)* Lehrgänge nach freier Wahl
ca. 12 (Erholungsurlaub)
104
*) Geringfügige Abweichungen von der angegebenen Wochendauer sind in dem vorgegebenen Zeitrahmen möglich,
jedoch ist die Gesamtdauer des Referendariats von 104 Wochen einzuhalten.