Definition · Zivilrecht

Form-Kaufmann (§ 6 HGB)

Definition

Vorschriften, die den Kaufmann betreffen, finden auch auf Handelsgesellschaften Anwendung (§ 6 Abs. 1 HGB). Personengesellschaften sind Handelsgesellschaften, wenn sie auf den Betrieb eines Handelsgewerbes gerichtet sind (§ 1 Abs. 2 HGB). Für die OHG und die KG ist dies Entstehungsvoraussetzung (§ 105 Abs. 1, § 161 Abs. 1 HGB). Sie sind daher immer Handelsgesellschaften. Kapitalgesellschaften wie GmbH, AG und die KGaA gelten kraft gesetzlicher Bestimmungen aufgrund ihrer Rechtsform als Handelsgesellschaften (§ 13 Abs. 3 GmbHG, § 3 Abs. 1 AktG, § 278 Abs. 3 AktG) ("Form-Kaufmann").

Kontext
Was versteht man unter einem „Form-Kaufmann“ (§ 6 HGB)?
Rechtsprechung & Quellen 5
Normen
Quellen
  • Henssler, in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, 5.A. 2021, § 105 RdNr. 62ff.
  • Körber, in: Oetker HGB, 6.A. 2019, § 6 RdNr. 2ff.
  • Merkt, in: Baumbach/Hopt HGB, 40.A. 2021, § 6 RdNr. 1ff.
  • Schmidt, Handelsrecht, 6.A. 2014, § 10 RdNr. 16 ff.

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Nicht-amtliche Begriffserläuterung. Maßgeblich sind die einschlägigen Gesetze und die jeweils aktuelle Rechtsprechung.