Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen – Nr. 21 vom 11. Mai 2005 451
Anlage 2
Anlage 2 zur Verordnung
über Sachverständige und Untersuchungsstellen für Bodenschutz und Altlasten
Anforderungen an die Kompetenz von Untersuchungsstellen
Ausgehend von der Vielzahl der Untersuchungsverfahren von Boden, Bodenmaterialien und
sonstigen Materialien und betroffenen Matrizes bei der Untersuchung auf schädliche
Bodenveränderungen oder Altlasten sowie der damit verbundenen unterschiedlichen
Geräteausstattung werden die folgenden Untersuchungsbereiche unterschieden:
– Untersuchungsbereich P1: Feststoffprobenahme
– Untersuchungsbereich P2: Bodenkundlich geprägte Probenahme
– Untersuchungsbereich P3: Probenahme von Grund-, Sicker- und Oberflächenwasser
–
Untersuchungsbereich P4: Probenahme von Bodenluft und Deponiegas
–
– Untersuchungsbereich 1: Feststoffe: anorganische Parameter
– Untersuchungsbereich 2: Feststoffe: organische Parameter
– Untersuchungsbereich 3: Feststoffe: Dioxine und Furane
– Untersuchungsbereich 4: Grund-, Sicker-, Oberflächenwasser
– Untersuchungsbereich 5: Bodenluft, Deponiegas
1. Allgemeine Anforderungen
Im einzelnen sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:
1.1. Kompetenzfeststellung und -nachweis
Untersuchungsstellen müssen bei der Durchführung der Untersuchung die personellen und materiellen
Anforderungen nach DIN EN ISO/IEC 17025 und zusätzlich die im weiteren aufgeführten
Spezifikationen (Nr. 1.2 bis Nr. 1.9) zur Analytischen Qualitätssicherung (AQS) erfüllen.
1.2 Anforderungen an das Personal
Die Untersuchungsstelle muss von einer Person verantwortlich geleitet werden.
Der Leiter / die Leiterin einer Untersuchungsstelle muss
a) für die beantragten Untersuchungsbereiche ein abgeschlossenes Hochschulstudium
(Universität, Gesamthochschule, Fachhochschule) der Naturwissenschaften oder
Ingenieurwissenschaften mit geeigneten Studienschwerpunkten oder gleichwertige
Qualifikation,
b) eine mindestens dreijährige hauptberufliche Praxis für den beantragten
Untersuchungsumfang,
c) Kenntnisse der einschlägigen Rechts- und Verwaltungsvorschriften sowie Normen und
d) besondere Kenntnisse über Umstände der Probenahme und Analytik der beantragten
Untersuchungsbereiche, die bei der Beurteilung von Untersuchungsergebnissen zu
berücksichtigen und zusammen mit den Messergebnissen anzugeben sind,
nachweisen.
Zur Durchführung der Laboranalysen ist den Aufgaben entsprechend ausgebildetes Personal in
ausreichender Zahl einzusetzen. Für die Probenahme vor Ort sind Personen zu beschäftigen, für
die auf Grund entsprechender Aus- bzw. Fortbildung und ausreichender Berufserfahrung
Kompetenz bei der Probenahme dokumentiert werden kann.
Es muss sichergestellt sein, dass Schulungen für das gesamte Personal regelmäßig und aktuell
durchgeführt werden. Hierüber sind entsprechende Aufzeichnungen zu führen.
452 Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen – Nr. 21 vom 11. Mai 2005
1.3 Anforderungen an die Präsenz
Für die Leitung einer Untersuchungsstelle muss eine ständige personell verantwortliche Präsenz
gewährleistet sein. Dies gilt auch für jeden Standort von Untersuchungsstellen, die eine
rechtliche Unternehmenseinheit darstellen. Dies gilt nicht für Untersuchungsstellen mit einer
Notifizierung nur für Untersuchungsbereiche aus P1 bis P4.
1.4 Probenahme
Teil 2 dieser Anlage enthält den Mindestumfang an Probenahmeverfahren und die zu
beachtenden Probenahmevorschriften. Dabei sind Probenahme, Probenaufbereitung und
Analysen sowie Plausibilitätskontrolle und Dokumentation auf die Anforderungen im Einzelfall
abzustimmen. § 7 Abs. 3 und § 15 Abs. 1 Nr. 2 dieser Verordnung sind besonders zu beachten.
1.5 Nachweis von Kenntnissen für die Untersuchungsbereiche
Je nach beantragtem Untersuchungsbereich sind alle im jeweiligen Teil der Anlage 2
aufgeführten Untersuchungsparameter und Teilbereiche nach den angegebenen
Untersuchungsverfahren von der Untersuchungsstelle nachweislich zu beherrschen und
routinemäßig anzuwenden. Ausnahmen von dieser Regelung können im Einzelfall vom
Landesumweltamt erteilt werden. Bei der Angabe von mehreren Untersuchungsverfahren ist das
Vorhalten mindestens einer Methode nachzuweisen; dies gilt nicht für die
Untersuchungsbereiche P1 bis P4.
Das Landesumweltamt kann andere oder fortentwickelte Untersuchungsverfahren akzeptieren,
wenn deren Gleichwertigkeit nachgewiesen wurde.
Die Untersuchungsstelle mit mehreren Standorten hat zu dokumentieren, an welchem Standort
welches Untersuchungsverfahren durchgeführt wird. Dieses muss in der Notifizierungsurkunde
festgehalten werden.
1.6 Anforderungen an die gerätetechnische Ausstattung und die Infrastruktur
Die gerätetechnische Ausstattung muss den Erfordernissen des einzelnen Untersuchungsbereichs
entsprechen. Die Mindestausstattung ergibt sich aus Teil 2.2 dieser Anlage und aus den
Zusammenstellungen der Untersuchungsverfahren. Alle Einrichtungen sind ordnungsgemäß zu
warten, hierüber sind entsprechende Aufzeichnungen zu führen.
Die örtliche Lage, die baulichen, räumlichen Voraussetzungen sowie die haustechnische und
labormäßige Ausstattung der Untersuchungsstelle müssen eine gesicherte und störungsfreie
Untersuchung gewährleisten.
1.7 Interne Qualitätssicherung
Die interne Qualitätssicherung in der Untersuchungsstelle ist integraler Bestandteil der gesamten
Untersuchungsverfahren und soll regelmäßig durchgeführt werden.
Alle Qualitätssicherungsschritte sind in einem Qualitätssicherungsprogramm festzulegen, das die
gesamte Untersuchung umfassen muss. Je nach Art der Matrixzusammensetzung müssen dabei
spezifische Qualitätssicherungsmaßnahmen entwickelt werden. Die Untersuchungsergebnisse
(einschließlich Rohdaten) sind zu dokumentieren und wie die Aufzeichnungen der AQS-
Maßnahmen mindestens fünf Jahre aufzubewahren.
Die Leitung der Untersuchungsstelle benennt einen oder mehrere Mitarbeiter, die für die
Qualitätssicherung verantwortlich sind.
Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen – Nr. 21 vom 11. Mai 2005 453
Bei Wasseruntersuchungen sind die AQS-Merkblätter der LAWA1 zur Qualitätssicherung zu
beachten. Bei anderen Untersuchungen sind die inhaltlichen Anforderungen entsprechend
anzuwenden.
1.8 Externe Qualitätssicherung
Der externen Qualitätssicherung dienen vor allem Ringversuche und die Laborüberprüfung
sowie die Überprüfung der Probenahme und der Vor-Ort-Untersuchung.
Die notifizierten Untersuchungsstellen für die Untersuchungsbereiche 1 bis 5 sind verpflichtet,
an den vom Landesumweltamt festgesetzten Ringversuchen teilzunehmen. Die Verpflichtung
besteht nur für die Parameter, für die eine Notifizierung ausgesprochen wurde.
Laborüberprüfung sowie die Überprüfung der Probenahme werden nach Maßgabe dieser
Verordnung durchgeführt.
1.9 Durchführung des Untersuchungsauftrags
Die Untersuchungsstelle hat die Untersuchung nach den beauftragten Verfahren selbst
durchzuführen. Untervergabe kann nur an eine ebenfalls für diese Aufgaben notifizierte Stelle
erfolgen, die im jeweiligen Untersuchungsbericht genannt sein muss. Untersuchungsergebnisse
aus Unterauftragsvergaben sind kenntlich zu machen.
2. Untersuchungsbereichsspezifische Anforderungen
2.1 Mindestumfang Probenahme, Untersuchungsparameter und Methoden für die
Zulassung von Untersuchungsstellen
2.1.1 Untersuchungsbereich P1: Feststoffprobenahme
Teilbereich Methode
Handbohrungen DIN 19671 Blatt 1; 1964
Rammkernsondierung EDIN ISO 10381-2 Abschn. 8.5.6; 02.96
(Kleinbohrungen) DIN 4021, 10.90
Probenahme in ungestörter Lagerung EDIN ISO 10381-2 Abschn.8.3; 02.96
DIN 19672, Teil 1; 1968
Probengewinnung und -beschreibung EDIN ISO 10381-1; 02.96
EDIN ISO 10381-2; 02.96
Bodenkundliche Kartieranleitung
4. Auflage, 1994, Nachdruck 1996
Arbeitssicherheit bei der Probenahme EDIN ISO 10381-3; 02.96
ZH 1/183, jetzt: BGR 128
2.1.2 Untersuchungsbereich P2: Bodenkundlich geprägte Probenahme
Teilbereich Methode
Probenahme und Bodenansprache EDIN ISO 10381-1; 02.96
EDIN ISO 10381-2; 02.96
EDIN ISO 10381-4; 02.96
1
AQS-Merkblätter für die Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung herausgegeben von der
Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA), Erich Schmidt Verlag GmbH & Co., Berlin 1991
454 Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen – Nr. 21 vom 11. Mai 2005
Teilbereich Methode
Bodenkundliche Kartieranleitung
4. Auflage, 1994, Nachdruck 1996,
VDLUFA-Methodenhandbuch Band1
Arbeitssicherheit bei der Probenahme EDIN ISO 10381-3; 02.96
ZH 1/183, jetzt: BGR 128
2.1.3 Untersuchungsbereich P3: Probenahme von Grund-, Sicker- und Oberflächenwasser
Teilbereich / Methode
Untersuchungsparameter
Probennahme
Probennahme von Grundwasser DIN EN ISO 25667, Teil 2 und
DIN 38402-13: 12.1985
unter Beachtung:
Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA):
Grundwasserrichtlinie, Teil 3: 03.93
AQS-Merkblatt P 8/2: 01.96
Deutscher Verband für Wasserwirtschaft und Kulturbau
(DVWK): DVWK-Regeln 128/92
DVWK-Merkblatt 245/1997
Probennahme von Sickerwasser z. Z. kein genormtes Verfahren verfügbar;
wird erst Teil des Mindestumfanges, wenn ein validiertes
Verfahren verfügbar ist.
Probennahme von DIN 38402-15: 07.86
Oberflächengewässer unter Beachtung:
(Fließgewässer) AQS-Merkblatt P 8/3: 05.98
Probennahme von DIN 38402-12: 06.85
Oberflächenwasser (stehende
Gewässer)
Vor-Ort
Temperatur DIN 38404-4: 12.76
pH-Wert DIN 38404-5: 01.84
Sauerstoffgehalt DIN EN 25814: 11.92
elektrische Leitfähigkeit DIN EN 27888: 11.93
2.1.4 Untersuchungsbereich P4: Probenahme von Bodenluft und Deponiegas
Teilbereich / Methode
Untersuchungsparameter
Probennahme
Probennahme von Bodenluft Verein deutscher Ingenieure (VDI)
VDI-Richtlinie 3865 Blatt 2, Abschn. 4.4.3
VDI-Richtlinie 3865 Blatt 2, Abschn. 4.4.4
VDI-Richtlinie 3865 Blatt 2, Abschn. 4.4.5
Vor - Ort
Kohlendioxid (CO2) direktanzeigendes Messgerät
Methan (CH4) direktanzeigendes Messgerät
Schwefelwasserstoff (H2S) direktanzeigendes Messgerät
Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen – Nr. 21 vom 11. Mai 2005 455
Teilbereich / Methode
Untersuchungsparameter
Sauerstoff (O2) direktanzeigendes Messgerät
Summenparameter Spurengase direktanzeigendes Messgerät
2.1.5 Untersuchungsbereich 1: Feststoffe: anorganische Parameter
Teilbereich / Verfahrensweise Methode
Untersuchungsparameter
Labor
Probenvorbehandlung, DIN ISO 11464: 12.96
Probenvorbereitung
Trockenmasse feldfrische oder luftgetrocknete DIN ISO 11465: 12.96
Bodenproben
Organischer Kohlenstoff und luftgetrocknete Bodenproben DIN ISO 10694: 08.96
Gesamtkohlenstoff nach
trockener Verbrennung
pH-Wert (CaCl2) feldfrische oder luftgetrocknete DIN ISO 10390: 05.97
Bodenproben,
c(CaCl2): 0,01 mol/l
Korngrößenverteilung Siebung, Dispergierung, Pipett- EDIN ISO 11277: 06.94
Analyse DIN 19683-2: 04.97
Siebung, Dispergierung, DIN 18123: 11.96
Aräometermethode EDIN ISO 11277: 06.94
Rohdichte Trocknung einer volumengerecht EDIN ISO 11272: 01.94
entnommenen Bodenprobe bei DIN 19683-12: 04.73
105 0C, rückwiegen
Königswasserextrakt aus aufgemahlenen Proben DIN ISO 11466: 06.97
(Korngröße < 150 µm)
Ammoniumnitratextrakt DIN 19730: 06.97
Arsen (As) Extraktion mit Königswasser ICP – AES:
DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
ET – AAS:
in Analogie zu
EDIN ISO 11047: 06.95
Hydrid AAS:
DIN EN ISO 11969: 11.96
Cadmium (Cd) Extraktion mit Königswasser AAS:
EDIN ISO 11047: 06.95
ICP – AES:
DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
Chrom (gesamt) Extraktion mit Königswasser AAS:
EDIN ISO 11047: 06.95
ICP – AES:
DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
456 Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen – Nr. 21 vom 11. Mai 2005
Teilbereich / Verfahrensweise Methode
Untersuchungsparameter
DIN 38406-29: 05.99
Chrom (VI) Extraktion mit Spektralfotometrie:
phosphatgepufferter DIN 19734: 01.99
Aluminiumsulfatlösung
Kupfer (Cu) Extraktion mit Königswasser AAS:
EDIN ISO 11047: 06.95
ICP – AES:
DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
Nickel (Ni) Extraktion mit Königswasser AAS:
EDIN ISO 11047: 06.95
ICP – AES:
DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
Blei (Pb) Extraktion mit Königswasser AAS:
EDIN ISO 11047: 06.95
ICP – AES:
DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
Thallium (Tl) Extraktion mit Königswasser AAS:
EDIN ISO 11047: 06.95
ICP – AES:
DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
Quecksilber (Hg) Extraktion mit Königswasser AAS – Kaltdampftechnik:
(Trocknungstemperatur darf 400C DIN EN 1483: 08.97
nicht überschreiten) (Reduktion mit Sn(II)-chlorid
oder NaBH4)
Zink (Zn) Extraktion mit Königswasser AAS:
EDIN ISO 11047: 06.95
ICP – AES:
DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
Cyanide EDIN ISO 11262: 06.94
2.1.6 Untersuchungsbereich 2: Feststoffe: organische Parameter
Teilbereich / Verfahrensweise Methode
Untersuchungsparameter
Labor
Pobenbehandlung, EDIN ISO 14507: 02.96
Probenvorbereitung
Trockenmasse feldfrische oder luftgetrocknete DIN ISO 11465: 12.96
Bodenproben
Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen – Nr. 21 vom 11. Mai 2005 457
Teilbereich / Verfahrensweise Methode
Untersuchungsparameter
Organischer Kohlenstoff und luftgetrocknete Bodenproben DIN ISO 10694: 08.96
Gesamtkohlenstoff nach
trockener Verbrennung
pH-Wert (CaCl2) feldfrische oder luftgetrocknete DIN ISO 10390: 05.97
Bodenproben,
c(CaCl2): 0,01 mol/l
Korngrößenverteilung Siebung, Dispergierung, Pipett- EDIN ISO 11277: 06.94
Analyse DIN 19683-2: 04.97
Siebung, Dispergierung, DIN 18123: 11.96
Aräometermethode EDIN ISO 11277: 06.94
Rohdichte Trocknung einer volumengerecht EDIN ISO 11272: 01.94
entnommenen Bodenprobe DIN 19683-12: 04.73
bei 105 0C, rückwiegen
Polycyclische aromatische Soxhlet-Extraktion mit Toluol GC – MS:
Kohlenwasserstoffe (PAK) chromatographisches Merkblatt Nr.1 des LUA NRW:
Clean-up 1994
16 PAK (EPA)
Extraktion mit Tetrahydrofuran HPLC-UV/DAD/F:
oder Acetonitril Merkblatt Nr. 1 des LUA –
NRW: 1994
Benzo(a)pyren Extraktion mit Aceton, Zugeben HPLC - UV/F:
von Petrolether, Entfernung des EDIN ISO 13877: 06.95
Acetons, chromatographische
Reinigung des
Hinweis: Petroletherextrakts, Aufnahme in
Acenaphthylen kann nicht Acetonitril
mittels Fluoreszensdetektor
bestimmt werden Extraktion mit einem
Wasser/Aceton/Petrolether- GC - MS, HPLC-UV/DAD/F:
Gemisch in Gegenwart von NaCl VDLUFA-Methodenbuch,
Band VII
Handbuch Altlasten Bd. 7, LfU
Hessen
Hexachlorbenzol Extraktion mit Aceton/ GC - ECD, GC – MS:
Cyclohexan-Gemisch oder EDIN ISO 10382: 02.98
Aceton/Petrolether,
ggf. chromatographische
Reinigung nach Entfernen des
Acetons
Pentachlorphenol Soxhlet-Extraktion mit Heptan GC - ECD, GC – MS:
oder Aceton/Heptan (50:50); EDIN ISO 14154: 10.97
Derivatisierung mit
Essigsäureanhydrid
458 Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen – Nr. 21 vom 11. Mai 2005
Teilbereich / Verfahrensweise Methode
Untersuchungsparameter
Aldrin, DDT, HCH-Gemisch Extraktion mit Petrolether oder GC - ECD, GC – MS:
Aceton/Petrolether-Gemisch, EDIN ISO 10382: 02.98
chromatographische Reinigung
Extraktion mit Wasser/
Aceton/Petrolether-Gemisch GC - ECD, GC – MS:
VDLUFA-Methodenbuch,
Band VII
Polychlorierte Biphenyle Extraktion mit Heptan oder GC - ECD, GC – MS:
(PCB): Aceton/Petrolether, EDIN ISO 10382: 02.98
chromatographische Reinigung
6 PCB-Kongenere
(Nr. 28, 52, 101, 138, 153, 180 Soxhlet-Extraktion mit Heptan,
nach Ballschmiter) Hexan oder Pentan, GC - ECD, GC – MS:
chromatographische Reinigung DIN 38414-20: 01.96
an AgNO3/ Kieselgelsäule
Extraktion mit einem
Wasser/Aceton/ Petrolether-
Gemisch in Gegenwart von NaCl GC - ECD, GC – MS:
VDLUFA-Methodenbuch,
Band VII
2.1.7 Untersuchungsbereich 3: Feststoffe: Dioxine und Furane
Teilbereich / Verfahrensweise Methode
Untersuchungsparameter
Labor
Pobenbehandlung, EDIN ISO 14507: 02.96
Probenvorbereitung
Trockenmasse feldfrische oder luftgetrocknete DIN ISO 11465: 12.96
Bodenproben
Organischer Kohlenstoff und luftgetrocknete Bodenproben DIN ISO 10694: 08.96
Gesamtkohlenstoff nach
trockener Verbrennung
pH-Wert (CaCl2) feldfrische oder luftgetrocknete DIN ISO 10390: 05.97
Bodenproben,
c(CaCl2): 0,01 mol/l
Korngrößenverteilung Siebung, Dispergierung, Pipett- EDIN ISO 11277: 06.94
Analyse DIN 19683-2: 04.97
Siebung, Dispergierung, DIN 18123: 11.96
Aräometermethode EDIN ISO 11277: 06.94
Rohdichte Trocknung einer volumengerecht EDIN ISO 11272: 01.94
entnommenen Bodenprobe DIN 19683-12: 04.73
bei 105 0C, rückwiegen
Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen – Nr. 21 vom 11. Mai 2005 459
Teilbereich / Verfahrensweise Methode
Untersuchungsparameter
Polychlorierte Dibenzo-dioxine Gefriergetrocknete Proben, GC- MS:
und Dibenzofurane Soxhlet- Extraktion mit Toluol nach Klärschlammverordnung
interner Standard, unter Beachtung
chromatographische Reinigung DIN 38414-24: 04.98
VDI-Richtlinie 3499, Blatt1:
03.90
2.1.8 Untersuchungsbereich 4: Grund-, Sicker-, Oberflächenwasser
Teilbereich / Methode
Untersuchungsparameter
Labor
Elutionsverfahren 1 Nach Vorgaben der BBodSchV (Anhang 1, 3.1.2)
(Bodensättigungsextrakt)
Elutionsverfahren 2 DIN 38414-4: 10.84 unter Berücksichtigung der
(modifiziertes S4-Verfahren) Verfahrenshinweise der BBodSchV (Anhang 1, 3.1.2)
Elutionsverfahren 3 z. Z. kein genormtes Verfahren verfügbar;
(Säulen- oder wird erst Teil des Mindestumfanges, wenn ein validiertes
Lysimeterversuch) Verfahren verfügbar ist.
Antimon (Sb) ICP – AES:
auf der Grundlage DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
Hydrid – AAS:
DIN EN ISO 11969: 11.96
Arsen (As) ICP – AES:
auf der Grundlage DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
Hydrid – AAS:
DIN EN ISO 11969: 11.96
Blei (Pb) ICP – AES:
auf der Grundlage DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
AAS:
DIN 38406-6: 07.98
Cadmium (Cd) ICP – AES:
auf der Grundlage DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
AAS:
DIN EN ISO 5961: 05.95
Chrom (Cr), gesamt ICP – AES:
auf der Grundlage DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
AAS:
DIN EN 1233: 08.96
460 Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen – Nr. 21 vom 11. Mai 2005
Teilbereich / Methode
Untersuchungsparameter
Chrom (Cr VI) Spektralfotometrie:
DIN 38405-24: 05.87
Ionenchromatographie:
DIN EN ISO 10304-3: 11.97
Cobalt (Co) ICP – AES:
auf der Grundlage DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
AAS:
DIN 38406-24: 03.93
Kupfer (Cu) ICP – AES:
auf der Grundlage DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
AAS:
DIN 38406-7: 09.91
Molybdän (Mo) ICP – AES:
auf der Grundlage DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
Nickel (Ni) ICP – AES:
auf der Grundlage DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
AAS:
DIN 38406-11: 09.91
Quecksilber (Hg) AAS – Kaltdampftechnik:
DIN EN 1483: 08.97
Selen (Se) ICP – AES:
auf der Grundlage DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
AAS :
DIN 38405-23: 10.94
Thallium (Tl) ICP – AES:
auf der Grundlage DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
Zink (Zn) ICP – AES:
auf der Grundlage DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
AAS:
DIN 38406-8: 10.80
Zinn (Sn) ICP – AES:
auf der Grundlage DIN EN ISO 11885: 04.98
ICP – MS:
DIN 38406-29: 05.99
Cyanid (CN-), gesamt Spektralfotometrie:
DIN 38405-13: 02.81
Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen – Nr. 21 vom 11. Mai 2005 461
Teilbereich / Methode
Untersuchungsparameter
EDIN EN ISO 14403: 05.98
Cyanid (CN-), leicht freisetzbar Spektralfotometrie:
DIN 38405-13: 02.81
Fluorid (F-) Fluoridsensitive Elektrode:
DIN 38405-4: 07.85
Ionenchromatographie:
DIN EN ISO 10304-1: 04.95
Benzol GC – FID:
DIN 38407-9: 05.91
BTEX GC – FID:
DIN 38407-9: 05.91
(Matrixbelastung beachten)
Leichtflüchtige Halogen- GC – ECD:
kohlenwasserstoffe (LHKW) DIN EN ISO 10301: 08.97
Aldrin GC – ECD ( GC - MS möglich):
DIN 38407-2: 02.93
DDT GC – ECD ( GC - MS möglich):
DIN 38407-2: 02.93
Phenole GC – ECD:
ISO DIS 8165-2: 01.97
Chlorphenole GC – ECD:
ISO DIS 8165-2: 01.97
Chlorbenzole GC – ECD ( GC - MS möglich):
DIN 38407-2: 02.93
Polychlorierte Biphenyle GC-ECD:
(PCB): DIN EN ISO 6468: 02.97
6 PCB-Kongenere (Nr. 28, 52, DIN 51527-1: 05.87
101, 138, 163, 180 nach GC-ECD, GC-MS:
Ballschmiter) DIN 38407-3: 07.98
Polycyclische Aromatische HPLC – F:
Kohlenwasserstoffe (PAK), DIN 38407-8: 10.95
gesamt
Naphthalin GC - FID, GC – MS:
DIN 38407-9: 05.91
Mineralölkohlenwasserstoffe Extraktion mit Petrolether; Gaschromatographische
(MKW) Bestimmung nach ISO/TR 11046: 06.94
2.1.9 Untersuchungsbereich 5: Bodenluft, Deponiegas
Teilbereich / Methode
Untersuchungsparameter
Labor
BTEX VDI-Richtlinie 3865 Blatt 3, Abschn. 3.2
Leichtflüchtige Halogen- VDI-Richtlinie 3865 Blatt 3, Abschn. 3.2
kohlenwasserstoffe (LHKW)
462 Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen – Nr. 21 vom 11. Mai 2005
2.2 Mindestumfang an gerätetechnischer und materieller Ausstattung für die Zulassung
von Untersuchungsstellen bei der Probenahme
Um den unter 2.1. beschriebenen Probenahmeumfang und die Vor-Ort-Bestimmungen
durchführen zu können, muss die Untersuchungsstelle neben einer Grundausstattung für die
Probenahme und Arbeitssicherheit über die folgende gerätetechnische Mindestausstattung
verfügen:
2.2.1 Geräte und Materialien für die Probenahme
Geräte und Materialien für die Probenahme Untersuchungsbereich
P1 P2 P3 P4
Rammkernsonden, mind. 50 mm Durchmesser incl. Schlagkopf, x x
Verlängerungsgestänge und Ziehvorrichtung
Bohrhammer (elektrisch oder mit Verbrennungsmotor) x x
Stromgenerator incl. Verlängerungskabel x x x
Bohrstock, Durchmesser 30 mm (z.B. Bohrstock nach Pürckhauer) mit x x
Bohrstockhammer
Stechrahmen, Stechzylinder x x
Munsell-Farbtafel x
Quellton, Bentonit, x x x
Lichtlot oder Akustiklot x
Schöpfgerät x
Tauchmotorpumpe (drehzahlgeregelt) mit Steigleitung für x
Hauptförderstrom
Saugpumpe (Förderleistung mind. 1 m3/h) x
Bodenluftsonden, 1- und 2-phasig x
Grobvakuum-Messgerät x
Sekundenanemometer mit Temperatur- und Feuchtesensor x
Durchflussmesser x x
Kondensatabscheider x
2.2.2 Messgeräte und Materialien zur Direktmessung vor Ort
Messgeräte und Materialien zur
Untersuchungsbereich
Direktmessung vor Ort
P3 P4
pH-Messgeräte / Elektrode x
Temperaturmessgerät / -Fühler x x
Leitfähigkeitsmessgerät / Elektrode x
Sauerstoffmessgerät / Elektrode x
Messgerät für Redoxpotenzial x
Direktanzeigende Messgeräte für CH4, CO2, O2, H2S x
PID / FID x
– GV. NRW. 2005 S. 448