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title: "§ 79 ZDG — Vorschriften für den Spannungs- oder Verteidigungsfall"
canonical: "http://www.juralernen.de/gesetze/ersdig/79"
jurisdiction: "Deutschland (Bundesrecht)"
language: "de"
source: "https://www.gesetze-im-internet.de/ersdig/index.html"
updated: "2026-05-15T12:04:41+00:00"
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# § 79 ZDG — Vorschriften für den Spannungs- oder Verteidigungsfall

Im Spannungs- oder Verteidigungsfall gelten die folgenden besonderen Vorschriften:

1.



§ 4 Absatz 1 Nummer 7 des Wehrpflichtgesetzes gilt entsprechend.

2.



§ 43 Absatz 1 Nummer 1 ist nicht anzuwenden.

3.



Wehrpflichtige, die ihre Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer beantragt haben, können zum Zivildienst einberufen werden, bevor über den Anerkennungsantrag entschieden ist.

4.



Zurückstellungen nach § 11 Abs. 2, 4, 5 und 6 aus der Zeit vor Eintritt des Spannungs- oder Verteidigungsfalles treten außer Kraft; nach § 14a Abs. 1 und 2, § 14b Abs. 1 und § 14c Abs. 1 bisher nicht zum Zivildienst herangezogene Dienstpflichtige können einberufen werden. Zurückstellungen nach § 11 Abs. 2 und 5 finden nicht statt. Zurückstellungen nach § 11 Abs. 4 sind zulässig, wenn die Heranziehung zum Zivildienst im Spannungs- oder Verteidigungsfall eine unzumutbare Härte bedeuten würde.

5.



In den Fällen des § 19 Abs. 4 bedarf es der Anhörung nicht.

6.



§ 15a Abs. 1 findet Anwendung, wenn der anerkannte Kriegsdienstverweigerer, der aus Gewissensgründen gehindert ist, Zivildienst zu leisten, binnen vier Wochen nach Eintritt des Spannungs- oder Verteidigungsfalles nachweist, dass er in einem Arbeitsverhältnis mit üblicher Arbeitszeit in einem Krankenhaus oder einer anderen Einrichtung zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen tätig ist. § 15a Abs. 2 findet keine Anwendung.

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— Gesetz über den Zivildienst der Kriegsdienstverweigerer

Amtliche Fassung: https://www.gesetze-im-internet.de/ersdig/index.html

Quelle: gesetze-im-internet.de. Nicht-amtliche Wiedergabe.
